Zahnärztliche Mitteilungen Nr. 21

zm 107, Nr. 21, 1.11.2017, (2514) Die Kernaussage stützt sich auf Ergebnisse einer derzeit laufenden IDZ-Studie zum Be- rufsbild angehender und junger Zahnärzte. Demnach gaben nahezu 80 Prozent aller befragten Zahnmedizinstudenten an, in ihrer Herkunftsregion tätig werden zu wollen. Diese Antworten entsprächen etwa der Verteilung der aktuell tätigen Zahnärzte, er- läuterte Kettler. Neben dem städtischen wurde auch der ländliche Raum als Arbeitsort in Betracht gezogen. Der Sicher- stellungsauftrag könne somit mittelfristig gewährleistet werden. Zur Methodik der Studie Für die IDZ-Studie wurden in einer ersten Erhebungswelle Zahnmedizinstudenten des 9. und des 10. Semesters befragt. Die Frage- bögen, insgesamt 1.972, wurden zwischen November 2014 und März 2015 mithilfe der Fachschaften bundesweit verteilt. 1.367 Zahnmedizinstudierende beteiligten sich an der Umfrage (69,3 Prozent). Neben der quantitativen Befragung mittels Fragebögen erfolgte zudem eine qualitative Befragung in sogenannten Fokusgruppen. Diese fanden im Juli und im August 2014 in München, Köln und Halle/Saale mit insgesamt 24 Teilnehmern statt. Posterpreis geht an das IDZ Die regionale Versorgung scheint gesichert Dr. Nele Kettler vom Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) hat für ihre Poster- präsentation auf dem Deutschen Versorgungskongress in Berlin den ersten Preis bekommen. Ihre Kernaussage: Mittelfristig ist keine regionale zahnärztliche Unterversorgung zu erwarten. Erstes Ergebnis: Zwischen denjenigen, die niedergelassen und denen, die angestellt arbeiten wollen, zeigen sich bei den Angaben sowohl zur gewünschten Beschäftigungsregion als auch zum Beschäftigungsraum (ländlich, mittelstädtisch, großstädtisch) kaum Unterschiede. (*p < 0,05, Mehrfachantworten waren möglich, daher Summen größer als 100 Prozent) Quelle: IDZ Auf dem 16. Deutschen Kongress für Versorgungsforschung, der vom 4. bis zum 6. Oktober in Berlin stattfand, wurden drei Poster prämiert. Der erste Preis an das IDZ war mit 500 Euro do- tiert. Der zweite Preis in Höhe von 250 Euro ging an Stephanie Heinemann, Göttingen, für ihre Präsentation zum Thema „Factors that may reduce the use of sleeping pills in hospitals – a survey of hospital doctors and nurses“. Der dritte Preis ging an Dr. Isabella Scholl, Hamburg, für ihr Thema „Organizational- and system- level factors that influence the imple- mentation of shared decision-making – a scoping review“. Die ausgezeichneten Poster Zweites Ergebnis: Vor allem die eigene Herkunftsregion (hier aufgeteilt nach Nord-, Ost-, Süd- und Westdeutschland) ist bei Studierenden als zukünftiger Arbeitsort sehr beliebt (Mehrfach- antworten waren möglich, daher Summen größer als 100 Prozent). Quelle: IDZ 88 Politik

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