Zahnärztliche Mitteilungen Nr. 14

zm 109, Nr. 14, 16.7.2019, (1660) Vorschau Themen im nächsten Heft – zm 15/16 erscheint am 16. August 2019 Schwanger in der Zahnarztpraxis Mutterschaftsgeld und Mutterschutzlohn CME-Fortbildung Bergung eines dislozierten Implantats Foto: zm-ch Glosse Foto: Kämmerer Das leidige Geld Kürzlich veröffentlichte das Mediziner-Portal Medscape (https//: deutsch.medscape.com ) seinen neuen Gehaltsreport 2019: „Immer besser – die finanzielle Situation von Ärzten in Deutschland“. Klasse, denkt man sich dabei, das ist ja nur gerecht. Denn wer viel arbeitet, Verantwortung für seine Patienten übernimmt und dann auch noch fünf Arbeitsstunden pro Woche zusätzlich vom Bundesgesundheits- minister aufgebrummt bekommen hat, soll wenigstens finanziell etwas davon haben. Beim Lesen des nicht repräsentativen Auswer- tungsepos der von 534 Ärztinnen und Ärzten beantworteten Frage- bögen fragt man sich allerdings: Wofür soll dieses Elaborat eigentlich gut sein? Etwa um die innerärztliche Neiddebatte zwischen Haus- und Fachärzten mal wieder in Schwung bringen? Oder die üblichen Vorurteile in der Öffentlichkeit befeuern? Dann sollte man als Redakteur, dem nichts zu schwör ist, allerdings den Unterschied zwischen selbstständig und angestellt kennen. Zum Beispiel dass das Angestellten-Brutto nicht vergleichbar ist mit dem Einkommen vor Steuern bei Selbstständigen, von dem erst noch Altersversorgung, Krankenkasse und andere Sozial(!)leistungen aus eigener Tasche bezahlt werden müssen. Aber lassen wir solche Petitessen. Denn uns Basisversorgern kann es angesichts eines Ein- kommensplus von 16 Prozent ja nur gut gehen. Aber vielleicht doch nicht so ganz. Denn: „Als Zeichen von Weltoffenheit und Flexibilität könnte man jedoch den relativ hohen Anteil (21 Prozent) jener inter- pretieren, die mit einem Job im Ausland liebäugeln.“ Und daraus wird dann: „Fast jeder vierte Kollege würde heute lieber in einem anderen Beruf arbeiten.“ Wow, bei solcherart Schlussfolgerungen fällt selbst mir nichts mehr ein – außer dass viieel Geld eben doch nicht glücklich macht. Nur einer dürfte sich freuen: Unser Minister, bekommt er doch die Argu- mente von den „Betroffenen“ frei Haus geliefert, um die Heilberufler bei der nächsten „Gehaltsrunde“ mal wieder kurzhalten. Oder habe ich da jetzt etwas nicht ganz richtig verstanden? Ri 114 Zu guter Letzt

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