Zahnärztliche Mitteilungen Nr. 15-16

zm 109, Nr. 15-16, 16.8.2019, (1788) Slainte Mhath! [Prosit!] Man muss dem Leben immer um mindestens einen Whisky voraus sein, meinte Humphrey Bogart. Sechs schottische Wissenschaftler aus Glasgow und Strathclyde sind dem Leben jetzt wahrscheinlich gleich mehrere Fässer voraus: Sie haben nämlich eine künstliche „Zunge“ entwickelt, die mit einer Genauigkeit von mehr als 99 Pro- zent unterschiedliche Whiskys erkennen kann, selbst im Hinblick auf Alter und verwendete Fassreifung. Dabei ist der Verkoster so winzig, dass er problemlos in jeder Whisky- handlung unauffällig zum Einsatz kommen kann: Submikroskopische Scheiben aus Gold und Aluminium dienen als Geschmacksknospen der Zunge – 500-mal kleiner als die menschlichen Pendants. Die Forscher gossen darüber Whiskyproben – und maßen, wie sie unter Wasser Licht absorbieren. Das Team testete eine Auswahl an Whiskys aus Glenfiddich, Glen Marnoch und Laphroaig. Die Zunge konnte nicht nur die Unterschiede zwischen den Proben zu mehr als 99 Prozent schmecken, sie war außerdem in der Lage, die Unterschiede zwischen demselben Whisky, der in verschiedenen Fässern gelagert wurde, aufzuzeigen sowie den Unterschied zwischen demselben Whisky, der 12, 15 und 18 Jahre alt war, zu erkennen. Von gefälsch- tem Alkohol und billigem Fusel ganz zu schweigen Es ist ein langer Weg zum Whisky-Experten – und eine schöne Zeit bis dahin, besagt ein unbekanntes Sprichwort. Bogart ist auf halber Strecke abgebogen. Seine letzten Worte lauteten angeblich: „Ich hätte nie von Scotch auf Martini umsteigen sollen.“ Vorschau Themen im nächsten Heft – zm 17 erscheint am 1. September 2019 CME-Fortbildung: Lymphknotentuberkulose Die klinisch-ethische Falldiskussion: Implantatverlust nach Rheumaschub Foto: Kämmerer Foto: AdobeStock_Csaba Deli Foto: AdobeStock_Africa Studio 130 Zu guter Letzt

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