Zahnärztliche Mitteilungen Nr. 1-2

EDITORIAL | 3 Der Blick nach vorne gründlich renoviert. Außerdem ist zm-online.de jetzt auf mobilen Geräten viel besser zu nutzen als vorher. Wir wünschen viel Spaß damit. Sollten Sie Wünsche oder Verbesserungsvorschläge haben, lassen Sie es uns wissen. Und wenn etwas einmal nicht funktionieren sollte, teilen Sie es uns mit. Wir versuchen immer, Fehler schnell zu beheben. Durch den Verlagswechsel ergeben sich auch neue Ansprechpartnerinnen und -partner, etwa bei Fragen rund um das Aufgeben einer Anzeige oder zum Abonnement. Eine Übersicht der neuen Kontaktdaten finden Sie auf Seite 8. Inhaltlich starten wir das neue Jahr in diesem Heft mit dem ersten Teil einer zweiteiligen Fortbildung zum Thema „Die zweite Chance – wenn der konventionelle Weg nicht zum Erfolg führt“. In dieser Ausgabe geht es zunächst um den Zahnerhalt vs. Extraktion und Implantation bei Parodontitispatienten und um ein Update zur Wurzelspitzenresektion. Denn manchmal muss man ausgetretene Wege verlassen, um voranzukommen. Viel Spaß bei der Lektüre Sascha Rudat Chefredakteur „Ein böses Jahr liegt hinter uns und es besteht wenig Hoffnung auf baldige Besserung! Was uns das alte Jahr so unerfreulich machte, was, mehr als erlaubt, zur abfälligen Kritik an der Gemeinschaft der Berufsinteressen verleitete, war letzten Endes nichts anderes, als die Not der Ungewißheit und der Unsicherheit aller wirtschaftlichen Verhältnisse. Diese geleitet uns auch ins neue Jahr und läßt vorerst keinen tröstlichen Ausblick.“ Mit diesen düsteren Worten begann von ziemlich genau 100 Jahren das Editorial des damaligen zm-Schriftleiters Dr. R. Kaldewey in den Zahnärztlichen Mitteilungen Nr. 1, erschienen am 6. Januar 1923. Man könnte geneigt sein, seine Worte auf heute zu übertragen – zu passend erscheinen sie im ersten Moment. Aber wie immer bei historischen Vergleichen ist Vorsicht angesagt. Das Deutsche Reich befand zum Jahreswechsel 1922/23 mitten in der Hyperinflation, die dann im Lauf des Jahres 1923 ihren traurigen Höhepunkt erreichte. Von dieser historischen Geldentwertung betroffen war natürlich auch die Zahnärzteschaft. Heute haben Zahnärztinnen und Zahnärzte mit einer Inflationsrate zu kämpfen, die Ende 2022 bei rund plus zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr lag. Maßgeblicher Preistreiber waren im vergangenen Jahr die enorm gestiegenen Energiekosten. Verbrauchs- und Gebrauchsgüter verteuerten sich unterschiedlich, aber teilweise erheblich. Von einer Hyperinflation wie vor 100 Jahren sind wir aber glücklicherweise weit entfernt. Doch auch wenn sich die Inflation zuletzt abgeschwächt hat, so geben Experten für dieses Jahr noch keine Entwarnung, da die Kerninflation – also ohne Energie und Nahrungsmittel – deutlich gestiegen ist und inzwischen alle Bereiche erfasst. Für Zahnärztinnen und Zahnärzte bedeutet das, dass sie sich weiter mit deutlichen Preissteigerungen konfrontiert sehen – ohne diese im gleichen Maße an die Patientinnen und Patienten weitergeben zu können. Gleichzeitig müssen die Gehälter der Angestellten konkurrenzfähig bleiben. Die Herausforderungen dieser Ausnahmesituation müssen zwingend auch im Bundesgesundheitsministerium und bei den Kassen Beachtung finden. Die Rückkehr zur Budgetierung und weiterer vermeintlicher Kostensenkungsmaßnahmen ist genau der Weg in die falsche Richtung. Andernfalls ist zu befürchten, dass die zahnmedizinische Versorgung in Deutschland dauerhaft Schaden nimmt. Aber der Blick nach vorne sollte nicht zu düster ausfallen. Für die zm hat sich mit dem Jahreswechsel einiges verändert, da wir jetzt mit einem neuen Verlagspartner, der MedTriX-Group, zusammenarbeiten. Am augenfälligsten ist der Wechsel zunächst bei unseremOnline-Portal zm-online.de. Unsere Nachrichtenseite wurde komplett überarbeitet, ist jetzt moderner, übersichtlicher und besser lesbar. Das CME-Portal und auch der Stellenmarkt wurden Foto: Lopata/axentis

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