Zahnaerztliche Mitteilungen Nr. 7

zm115 Nr. 07, 01.04.2025, (518) 12 | LESERFORUM Vor Kurzem wurde nach Auswertung einer ähnlichen Studie wie der von Taylor et al. festgestellt: „Fluorid und IQ von Kindern: die Evidenz für einen Kausalzusammenhang fehlt“ [Moore und Glenny, 2024]. Auch aus der Publikation von Taylor et al. lässt sich keineswegs schließen, dass Fluoridexposition „den IQ reduziert“. Ein aktueller Kommentar zur Publikation von Taylor et al. lautet: Die Metaanalyse zu Fluorid und Intelligenz ist irreparabel fehlerhaft und sollte zurückgezogen werden, um Schäden für die öffentliche Gesundheit und den wissenschaftlichen Diskurs zu vermeiden [Jané et al., 2025]. Dr. Harald Strippel, MSc in Dental Public Health Medizinischer Dienst Bund, Essen Literatur: Jané MB, David JH, Grimes R (2025): Taylor et al’s meta-analysis of fluoride and intelligence is irreparably flawed and should be retracted. OSF Preprints 2025, doi: 10.31219/osf.io/zhm54_v1.Bellinger DC, Trachtenberg F, Zhang A, Tavares M, Daniel D, McKinlay S (2008): Dental amalgam and psychosocial status: the New England Children's Amalgam Trial. J Dent Res. 87:470–474. doi: 10.1177/154405910808700504. DeRouen TA, Martin MD, Leroux BG, Townes BD, Woods JS, Leitão J, Castro-Caldas A, Luis H, Bernardo M, Rosenbaum G, Martins IP (2006): Neurobehavioral effects of dental amalgam in children: a randomized clinical trial. JAMA 295:1784–92. doi: 10.1001/ jama.295.15.1784. Klemperer, D: Sozialmedizin – Public Health – Gesundheitswissenschaften. 4. Aufl., Hogrefe Verlag 2020, S. 144. Moore D, Glenny AM (2024): Fluoride and children's IQ: evidence of causation lacking. Evid Based Dent 25:95–97. doi: 10.1038/s41432-024-01022-6. Taylor KW, Eftim SE, Sibrizzi CA, Blain RB, Magnuson K, Hartman PA, Rooney AA, Bucher JR (2025): Fluoride Exposure and Children’s IQ Scores. A Systematic Review and MetaAnalysis. JAMA Pediatr. 179:282-292. doi: 10.1001/jamapediatrics.2024.5542. Der Beitrag mit Kanye West auf der letzten Seite hat mich sehr gestört. Dem bekennenden Faschisten und Antisemiten auf diese Weise eine Plattform zu geben, noch dazu völlig frei von Kritik und als „witzigen“ Beitrag, trägt weiter zur Normalisierung dieser Inhalte und der Menschen, die sie vertreten, bei. Von der offiziellen Pressestimme der Bundeszahnärztekammer würde ich mir eine klare Haltung gegenüber menschenverachtenden Personen und Ideologien wünschen und nicht deren Darstellung als „Celebrities“. Dr. Cristina Eckert de Löwy Lörrach Anmerkung der Redaktion: Vielen Dank für Ihren Hinweis, den wir zum Anlass nehmen möchten, kurz über unsere Rubrik „Zu guter Letzt“ zu sprechen. Bei dieser Rubrik handelt sich um eine Glosse, die kuriose, absurde oder witzige Geschehnisse weltweit aufgreift und satirisch überspitzt weiterdreht. Dies fällt in einer in diesen Tagen an Absurditäten überreichen Welt nicht immer ganz leicht, denn häufiger ist die Wirklichkeit wahnwitziger als es Satire darzustellen vermag. Dass wir dem bekennenden Antisemiten Kanye West ein Forum zur Darstellung geboten hätten, kann man nicht wirklich behaupten, denn sonderlich gut kommt er dabei nicht weg. Wir halten unsere Leserinnen und Leser für so intelligent, dass sie sich selbst eine Meinung über diesen Menschen bilden können. Solche Personen machen sich doch häufig selbst so lächerlich, dass es keinen erhobenen Zeigefinger braucht. KRITIK AN „ZU GUTER LETZT“ Plattform für Antisemiten? Zur Glosse „Zu guter Letzt“ in zm 5/2025, S. 98. Die zm-Redaktion ist frei in der Annahme von Leserbriefen und behält sich sinnwahrende Kürzungen vor. Außerdem behalten wir uns vor, Leserbriefe auch in der digitalen Ausgabe der zm und bei www.zm-online.de zu veröffentlichen. Bitte geben Sie immer Ihren vollen Namen und Ihre Adresse an und senden Sie Ihren Leserbrief an leserbriefe@zm-online.de oder an die Redaktion: Zahnärztliche Mitteilungen, Chausseestr. 13, 10115 Berlin. Anonyme Leserbriefe werden nicht veröffentlicht.

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