Zahnaerztliche Mitteilungen Nr. 7

62 | GESELLSCHAFT AUSSTELLUNG IM WILHELM-FABRY-MUSEUM „Kunst und Medizin III“ Kay Lutze Die Schau „Kunst und Medizin“ im Wilhelm-Fabry-Museum Hilden geht in die dritte Runde, denn die Bestände sind erneut gewachsen: Der Arzt, Medizin- und Kunsthistoriker Prof. Axel Hinrich Murken hat einen weiteren Teil seiner umfassenden Sammlung mit Schwerpunkt Medizingeschichte abgegeben. Im Zentrum steht der Pionier der Infektionslehre: Robert Koch. Der hatte es vom Landarzt zum Nobelpreisträger gebracht. 1876 schaffte er es bekanntlich, den Erreger des Milzbrands außerhalb des Organismus zu kultivieren und dadurch erstmals lückenlos die Rolle eines Krankheitserregers beim Entstehen einer Krankheit zu beschreiben. 1882 entdeckte er den Erreger der Tuberkulose, 1905 erhielt er den Nobelpreis für Medizin. Eine Darstellung zeigt eine Impfszene aus dem 19. Jahrhundert. Bücher, Karikaturen und Briefmarken erinnern an die Rezeption seiner Lehre weltweit. Im Eingang fällt der Blick direkt auf eine großflächige Reproduktion eines Plans der Charité aus dem 19. Jahrhundert. Die Schau beleuchtet auch die Entwicklung des Krankenhauswesens in Deutschland und Europa vom Mittelalter bis in unsere Zeit. Ein Krankenhausmodell, das das Krankenhausmuseum in Bielefeld zur Verfügung gestellt hat, fügt sich dabei perfekt in die „Orte der Heilung“ ein. Orte der Heilung Gezeigt wird das Heilig-Geist-Spital in Nürnberg, im Mittelalter die größte städtische Einrichtung zur Versorgung von Kranken und Alten in der Reichsstadt, ebenso wie das Santo Spirito in Rom (in einen französischen Stich aus dem 18. Jahrhundert). Zu sehen sind die medizinischen Anstalten der Universität Heidelberg und das KrankenRobert Koch – Porträt des Graffiti-Künstlers Dominik Hebestreit Foto: Wilhelm-Fabry-Museum Hilden zm115 Nr. 07, 01.04.2025, (568) Jedes Bild, jedes Objekt schlägt ein weiteres Kapitel der Medizingeschichte auf. Foto: Wilhelm-Fabry-Museum Hilden Die Ausstellung beleuchtet Schnittstellen von Kunst und Medizin. Foto: Wilhelm-Fabry-Museum Hilden Kay Lutze Historiker, M.A. Foto: privat

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