GESELLSCHAFT | 63 haus Bethanien in Berlin-Kreuzberg. Der erhaltende Bau wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts von den Architekten Ludwig Persius und Theodor August Stein nach modernsten Erkenntnissen in Hygiene und Patientenversorgung konzipiert und als Vermächtnis des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. erbaut. Der Blick führt dann ins Innere des Menschen durch die Strahlen, die Konrad Röntgen Ende des 19. Jahrhunderts entdeckte und für die Medizin nutzbar machte. Ins Auge fällt besonders das großformatige Werk von Thomas Baumgärtl: „Kopf Nr.1“. Es zeigt einen Schädel im Profil. Vor allem im Bereich der oberen Molaren und der Halswirbelsäule ist die Farbe so dick aufgetragen, dass diese Bereiche reliefartig hervorstehen. Ins Werk wurden Kapseln und Tabletten eingearbeitet. Dadurch entsteht beinahe die Wirkung eines plastischen medizinischen Modells. Ausgestellt ist ebenfalls die Plastik „Menschlicher Schädel“ der 1956 in Essen geborenen Bildhauerin Katharina Fritsch, die seit 2010 eine Professur für Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf innehat. In der Sektion „Kampf auf Leben und Tod“ beleuchten Gemälde von OPSzenen das chirurgische Ringen um das Leben der Patienten. Gezeigt wird auch das Buch „Joseph Beuys und die Medizin“ von Axel Murken aus dem Jahr 1979. Der Düsseldorfer Künstler verwendete in seinen Kunstwerken immer wieder Heilkräuter, Medikamente und medizinische Abfallprodukte. Das helfende Fluidum Im Bereich „Heilung im Bild, heilende Bilder“ hängt das Gemälde von Christa Murken von 2022, das die FangoBehandlung einer Frau zeigt. Der heilende Schlamm kam seit dem 19. Jahrhundert in der Bädertherapie gegen Rheuma, Muskelverspannungen, Gelenkentzündungen und diverse Hautleiden zum Einsatz. Diesem Beispiel für Heilung in der darstellenden Kunst, stehen Votivbilder gegenüber, die zur Heilung von Patienten beitragen sollten. Zu sehen sind die Skulptur der Gelben Madonna von Katharina Fritsch und ein Büstenrelief einer Madonna. Besonders interessant ist auch ein kleiner Homöopathie-Hausapotheken-Kasten aus der Zeit zwischen dem 19. und dem 20. Jahrhundert. Neben der Entwicklung der medizinischen Infektionslehre und des Krankenhauswesens sowie dem Blick ins Innere des Menschen, geht es in der Ausstellung „aber auch um den Glauben, den Placeboeffekt, um Meditation und um das Fluidum, das Menschen hilft, wieder auf die Beine zu kommen“, wie es im Flyer heißt. Die Ausstellung im Wilhelm-FabryMuseum in Hilden, Benrather Str. 32a, läuft noch bis zum 20. Juli. zm115 Nr. 07, 01.04.2025, (569) Es geht in der Schau auch um das Fluidum, das Menschen hilft, wieder auf die Beine zu kommen. Foto: Wilhelm-Fabry-Museum Hilden Foto: Drobot Dean – stock.adobe.com Mehr erfahren & inserieren: zm-rubrikenmarkt.de Tel.: 0611 9746-237 zm-stellenmarkt.de Tel.: 0611 9746-237 Schalten Sie Inserate, die wirken: Der Stellen- und Rubrikenmarkt der „zmZahnärztliche Mitteilungen“ NEU im Stellenmarkt: KI-unterstützte Generierung Ihrer Stellenbeschreibung – automatisch, bequem & flexibel anpassbar JETZT mit neuen ZusatzServices!
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