Zahnaerztliche Mitteilungen Nr. 15-16

PRAXIS | 29 FALLBEISPIEL 3 Der unzufriedene Patient mit Sprachbarriere Auf Empfehlung seiner Ehefrau kommt ein Patient mit chirurgischem und konservierendem Behandlungsbedarf in die Praxis. Der Zahnarzt, der die Frau immer behandelt hatte, ist inzwischen ausschließlich chirurgisch tätig, weshalb die konservierende Versorgung durch einen Kollegen erfolgt. Mehrfach insistiert das Ehepaar und fordert die komplette Übernahme aller Behandlungsschritte durch den bekannten Zahnarzt. Die Praxis sieht sich gezwungen, ein Ultimatum zu stellen: Die vorgegebene Arbeitsteilung ist obligat, ansonsten wird es keine Behandlung in der Praxis geben. Letztendlich willigt der Patient ein. Aufgrund seiner schlechten Deutschkenntnisse ist er auf die Übersetzung seiner Frau angewiesen. Nach erfolgter Aufklärung wird nach Genehmigung der Krankenkasse und dem schriftlichen Einverständnis des Patienten mit der Zahnersatzversorgung begonnen. Aufgrund fehlender finanzieller Mittel kann eine höherwertige Zahnersatzversorgung mit Implantaten nicht durchgeführt werden. So erfolgt die Behandlung gemäß der Krankenkassen-Richtlinie. Das hat zur Folge, dass auch vitale Zähne für die Brückenversorgungen beschliffen werden müssen. Während der Versorgung mit Provisorien führen eine starke Kälteempfindlichkeit und progrediente Schmerzen an zwei Zähnen letztendlich zu Wurzelkanalbehandlungen zwecks Schmerzausschaltung. Die Behandlung zweier Zähne mit Cerec-Kronen erfolgt ohne jegliche Probleme und zur vollsten Zufriedenheit des Patienten. Die definitiven Brücken werden aufgrund einer unsicheren vitalen Prognose einiger Pfeilerzähne provisorisch eingesetzt. Daraufhin stellt sich der Patient innerhalb der kommenden Woche mehrmals wegen „Pro- ! ? Foto: Vasilina FC – stock.adobe.com Die smarten Lösungen von Doctolib – für eine effizientere Praxisauslastung und mehr Wirtschaftlichkeit. Diebeste Füllung für Ihren Kalender.

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