PRAXIS | 43 „Unsere Analyse legt nahe, dass der Trend zur rückläufigen Niederlassung bei jüngeren Zahnärzten vor allem ein Phänomen der frühen Berufsjahre ist“, erläutert Dr. Marko Vujicic, Chefökonom der ADA und Vizepräsident des HPI. „Das heißt, die Niederlassung scheint sich für jüngere Absolventen deutlich zu verzögern, doch letztendlich wird die überwiegende Mehrheit der Zahnärzte Praxisinhaber. Während ‚irgendwann‘ früher für ältere Generationen sehr früh in der Karriere eines Zahnarztes lag, verschiebt sich dieser Schritt heute deutlich weiter in die mittlere und späte Karrierephase. Kurz gesagt: Die meisten Wege führen letztendlich immer noch zur Praxisinhaberschaft.“ Frauen sind übrigens in allen Karrierestufen seltener Praxisinhaberinnen als Männer, insbesondere zu Beginn ihrer Karriere, wo ihre Niederlassungsquote um etwa 16 Prozentpunkte niedriger liegt. In der späten Phase sinkt dieser Abstand auf 8 Punkte. Dennoch verlaufen die Kurven für Männer und Frauen erstaunlich ähnlich: Die Niederlassungsquoten steigen mit zunehmender Berufserfahrung, und auch der Generationsunterschied zwischen älteren und jüngeren Zahnärzten nimmt ab. Die Kurven der Frauen entsprechen im Grunde denen der Männer – sie sind nur insgesamt nach unten verschoben. Aber auch bei männlichen Zahnärzten ist ein Rückgang zu beobachten. Warum dauert es so lange bis zur eigenen Praxis? Dem HPI zufolge gibt es Hinweise darauf, dass demografische Faktoren wie Ethnizität und Geschlecht bei der Karrierewahl – einschließlich der Entscheidung für die eigene Praxis – eine Rolle spielen, warum Zahnärztinnen und Zahnärzte heute so lange bis zur Niederlassung warten. „Da der Anteil nicht-weißer und weiblicher Studierender in der Zahnmedizin in den USA kontinuierlich steigt, könnte dies einen Teil des Rückgangs in der frühen Karrierephase erklären“, mutmaßen die Forschenden: Für sie sind in dem Zusammenhang auch veränderte Präferenzen hinsichtlich der WorkLife-Balance entscheidend. Sie halten es es zudem für naheliegend, dass Studienkredite beziehungszm115 Nr. 15-16, 16.08.2025, (1301) DER ANTEIL AN DENTAL SUPPORT ORGANIZATIONS WÄCHST „JUNGE ZAHNÄRZTE PRAKTIZIEREN HEUTE SEHR ANDERS“ In den USA vollzieht sich in der Zahnärzteschaft ein langsamer, aber stetiger Wandel weg von der Einzelpraxis hin zu verschiedenen Formen von Gruppenpraxen, einhergehend mit einem steigenden Anteil von Zahnärzten, die mit sogenannten Dental Support Organizations (DSOs) verbunden sind. DSOs sind Dienstleistungsunternehmen, die sich um Verwaltung, Marketing und betriebswirtschaftliche Aufgaben der Praxis kümmern, so dass sich die Zahnärzte auf die Patientenversorgung konzentrieren können. Auch der Prozentsatz von Zahnärzten, die ihre Praxis – ganz oder teilweise (über verschiedene Eigentumsformen) – besitzen, ist im Laufe der Zeit gesunken. All diese Veränderungen zeigen sich am deutlichsten bei jüngeren Zahnärzten zu Beginn ihrer Karriere. 2024 waren 27 Prozent der Zahnärzte, die weniger als zehn Jahre zahnärztlich tätig sind, mit einer DSO verbunden, gegenüber 24 Prozent im Jahr 2023. Zum Vergleich: Nur 9 Prozent der Zahnärzte, deren Abschluss mehr als 25 Jahre zurückliegt, sind mit einer DSO verbunden. Ebenfalls waren im Jahr 2024 nur 15 Prozent der Zahnärzte mit weniger als zehn Jahren Berufserfahrung in einer Einzelpraxis tätig – verglichen mit 48 Prozent bei jenen, die seit mindestens 25 Jahren praktizieren. Beide Werte gehen mit der Zeit zurück. Bei Zahnärzten unter 35 Jahren hat sich der Anteil derjenigen, die Eigentümer einer Praxis sind, in den vergangenen zehn Jahren nahezu halbiert. Kurz gesagt: Junge Zahnärzte praktizieren heute sehr anders als frühere Generationen. busch-dentalshop.de Kronentrennen leicht gemacht... mit ZIRAMANT-Schleifern: • Spezialdiamantierung • effiziente Schneidleistung • hohe Standzeit ZrO2 20% Rabatt imShop! bis 30.09.25
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