zm115 Nr. 15-16, 16.08.2025, (1302) 44 | PRAXIS weise -schulden bei Zahnmedizinstudierenden ein entscheidender Faktor für sich verändernde Karrierepfade sind. Neue Absolventen könnten wegen finanzieller Belastungen weniger geneigt sein, eine eigene Praxis zu gründen. Tatsächlich sind die Studienschulden in der Zahnmedizin inflationsbereinigt jedoch über die Jahre relativ stabil geblieben. „Die verfügbaren Daten belegen, dass Studienkredite zwar mit bestimmten Karriereentscheidungen zusammenhängen – das Praxiseigentum gehört aber offenbar nicht zwingend dazu. Hier besteht weiterhin Forschungsbedarf, um widersprüchliche Befunde zu klären“, heißt es in dem Bericht. „Unsere Analyse zeigt, dass das Jahr 2011 einen Wendepunkt in den Eigentumsstrukturen darstellt“, schreiben die Autoren. „Warum dies so ist, wissen wir nicht. Möglicherweise haben die seitdem eröffneten 15 neuen Fakultäten und die damit verbundene Erweiterung der Studienplatzkapazitäten ein anderes Profil an Studierenden in den Beruf gebracht – mit veränderten Erwartungen und Vorstellungen.“ „Unsere Definition von Praxiseigentum ist relativ breit gefasst und umfasst sowohl das klassische Modell der Einzelpraxis als auch hybride Modelle wie Teilhaberschaften oder Eigenkapitalbeteiligungen an großen Gruppenpraxen“, halten die Forschenden fest. „Womöglich vollziehen sich derzeit Veränderungen in der Bedeutung solcher alternativer Eigentumsformen, die wir mit unserem Datensatz nicht im Detail nachverfolgen können.“ ck Die Untersuchung: Vujicic M, Munson B, Morrissey R, Flynn B, Menezes A: Practice Ownership Trends in Dentistry: A New Look at Old Data. American Dental Association. Health Policy Institute. Research brief. June 2025. Available from: https://www.ada.org/-/media/ project/ada-organization/ada/ada-org/files/resources/research/hpi/practice_ownership_trends_dentistry_new_look_old_data.pdf American Dental Association. Das ADA Health Policy Institute (HPI) führt regelmäßig zwei Umfragen unter US-Zahnärztinnen und -Zahnärzten durch. Der Survey of Dental Graduates (SDG) richtet sich an Absolventen, die Distribution of Dentists (DOD) wird an die übrige Zahnärzteschaft versendet. NIEDERLASSUNGSQUOTE IN DEN USA DER WEG ZUR EIGENEN PRAXIS DAUERT HEUTE LÄNGER n Die Niederlassungsquote bei den Zahnärztinnen und Zahnärzten in den USA ist stetig gesunken. Im Jahr 2023 waren 73 Prozent der Zahnärzte Praxisinhaber, verglichen mit 85 Prozent im Jahr 2005. n Sie ist am Anfang der Berufslaufbahn bei Absolventen in den vergangenen Jahren viel niedriger als bei denen, die in den 1990er- oder 2000er-Jahren mit ihrem Studium fertig geworden sind. In den späten Berufsjahren gleicht sich der Anteil an, was darauf hindeutet, dass die Niederlassung in eigener Praxis für die meisten Zahnärzte das „Karriereziel“ ist. Der Unterschied besteht darin, dass der Weg heutzutage länger dauert. n Sie variiert je nach Geschlecht und Alter der Zahnärzte. Am Karrierestart besteht ein Unterschied von 16 Prozentpunkten zugunsten der Männer im Vergleich zu den Frauen – ein Gap, das sich bis zur späten Karrierephase auf 8 Prozentpunkte verringert. HPI Practice Ownership Update 1991–1995 Source: ADA Healt Policy Institute 5–9 0 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% 10–14 15–19 20–24 25+ Graduating Classes Years since graduation Percentage who are practice owners 1996–2000 2001–2005 2006–2010 2011–2015 2016–2020 Die Übersicht zeigt, dass Zahnärztinnen und Zahnärzte in den USA nach dem Studienabschluss immer länger warten, bis sie sich niederlassen.
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