56 | ZAHNMEDIZIN Prozent in diesen Altersgruppen auffallend gering (Abbildung 2). Zahnstatus im Zeitvergleich Seit Beginn der Untersuchungen 2003/2004 zeigt sich im zeitlichen Verlauf der Untersuchungsergebnisse ein genereller Anstieg kariesfreier Milchzähne in allen drei untersuchten Altersgruppen (Abbildung 3). Nach einem leichten Rückgang in 2016/2017 sind aktuell die bisher besten Werte der vergangenen 20 Jahre zu verzeichnen. Der positive Trend ist jedoch nicht in allen Altersgruppen gleich stark ausgeprägt: Im Vergleich zu den Vier- und Fünfjährigen fällt in der Altersgruppe der Dreijährigen eine geringere prozentuale Zunahme naturgesunder Milchzähne auf. Der Behandlungsbedarf im Milchgebiss geht allerdings in allen drei Altersklassen wieder zurück, nachdem die Zahlen in 2016/2017 bei den Drei- und Vierjährigen leicht angestiegen und bei den Fünfjährigen stagniert waren. Im Untersuchungszeitraum seit 2003/2004 reduzierte sich der Behandlungsbedarf in allen Altersgruppen um jeweils neun Prozent (Abbildung 4). dmf-t-Mittelwerte Die d-t-Mittelwerte liegen für alle drei Altersgruppen im Untersuchungsjahr 2023/2024 unter den Ergebnissen der vorigen Querschnittsuntersuchungen. Wie bereits zu Abbildung 2 beschrieben, steigt mit zunehmendem Alter jedoch die Anzahl kariöser Läsionen im Milchgebiss sowie auch der Anteil von Füllungen aufgrund von Milchzahnkaries (Abbildung 5). Der mittlere dmf-t Wert der Gesamtgruppe nimmt im Vergleich zu den vergangenen Untersuchungsjahren tendenziell ab und liegt jetzt bei 0,8. Wie bereits zuvor beobachtet, zeigt sich eine Polarisierung beziehungsweise ungleiche Verteilung der kariösen Läsionen im Milchgebiss bei den untersuchten Kindern. Wie in der Querschnittsuntersuchung 2016/2017 beträgt der dmf-t-Mittelwert bei Kindern mit Karieserfahrung auch aktuell 3,74. Damit liegt der Wert um fast das Fünffache höher als der Vergleichswert in der Gesamtgruppe (Abbildung 6). Kinder mit erhöhtem Kariesrisiko Bei Kindern mit erhöhtem Kariesrisiko zeigt sich im Verlauf der Querschnittsuntersuchungen seit 2012/2013 ein prozentualer Rückgang: Bei den Dreijährigen von 15 auf 11 Prozent sowie bei den Vierjährigen von 13 auf 11 Prozent. In der Altersgruppe der Fünfjährigen ist der Rückgang um nur 1 Prozent seit 2012/2013 am geringsten. Im Vergleich zur Untersuchung 2016/2017 stagniert der Wert bei 11 Prozent (Abbildung 7). Diskussion Die Mundgesundheit hessischer Kindergartenkinder hat sich seit Beginn der Querschnittsuntersuchungen im zm115 Nr. 23-24, 01.12.2025, (2002) Abb. 5: Behandlungsbedarf der jeweiligen Altersgruppe im Zeitverlauf von 2003/2004 bis 2023/2024 Abb. 6: Entwicklung des durchschnittlichen dmf-t bei Kindern mit Karieserfahrung und der Gesamtgruppe Abb. 7: Kariesrisiko nach DAJ im zeitlichen Verlauf Abbildungen: Füllkrug et al.
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