EDITORIAL | 3 Spannender Themenmix zum Jahresauftakt heitswesen in Dänemark staatlich organisiert ist, gibt es keine Zahnärztekammern, sondern nur mehrere Verbände. Das führt dazu, dass die dänische Zahnärzteschaft nicht mit einer Stimme spricht, sondern teilweise eher gegeneinander arbeitet. Dann berichten wir in dieser Ausgabe über die Verleihung der Silbernen Ehrennadel der deutschen Zahnärzteschaft an Zahntechnikermeister Andreas Haesler. Diese Auszeichnung ist mehr als gerechtfertigt, denn Haesler ist Gründer, Betreiber und Spiritus rector des Deutschen Dentalmuseums im sächsischen Zschadraß. Vor 25 Jahren hat er die Sammlung gegründet. Heute ist sie einzigartig in der Welt. Wir sprachen mit ihm über seine Motivation, seine Sammelleidenschaft sowie die schwierige Finanzierung des Museums. Denn ohne Geld ist bekanntlich alles nichts. Aber Betriebswirtschaft ist für viele – vor allem jüngere – Zahnärztinnen und Zahnärzte eher ein unliebsames Thema, aber umso wichtiger, wenn man eine Praxis erfolgreich führen will. Aus diesem Grund starten wir eine fünfteilige Serie zum Thema „Betriebswirtschaft in der zahnärztlichen Praxis“. Den Auftakt machen das Lesen und Verstehen der betriebswirtschaftlichen Auswertung (BWA). Viel Spaß bei der Lektüre Sascha Rudat Chefredakteur Siesindhoffentlich gut und gesund ins neue Jahr gestartet. Ereignisärmer als das vorherige Jahr wird 2026 sicher nicht werden. Spannend für alle im Gesundheitswesen Tätigen dürften vor allem die Vorschläge der Finanzkommission Gesundheit zur nachhaltigen Reform der Gesetzlichen Krankenversicherung werden. Dass eine Reform nötig ist, um die schwierige Finanzlage der Krankenkassen wieder ins Lot zu bringen, wird kaum jemand bestreiten. Ob die Vorschläge der Kommission und deren Umsetzung – oder auch nicht – seitens der Politik zielführend sein werden, bleibt abzuwarten. Aber was das neue Jahr auch bringen mag, auf eins ist Verlass: Die zm werden Sie weiterhin regelmäßig mit den wichtigsten Informationen rund um die zahnärztliche Berufsausübung versorgen. In der ersten Ausgabe dieses Jahres liefern wir wie gewohnt einen spannenden Themenmix. In der Titelgeschichte befassen wir uns wieder einmal mit der Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH). Dass es notwendig ist, bei diesem Thema auf dem aktuellen Stand zu bleiben, zeigen die Ergebnisse der Sechsten Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS • 6), die im vergangenen Jahrveröffentlicht wurden. Die Studie hat herausgefunden, dass etwa jeder siebte Zwölfjährige an den Symptomen einer MIH leidet. Die betroffenen Zähne können verfärbt sein beziehungsweise unterschiedlich große posteruptive Schmelzeinbrüche aufweisen. Die genauen Ursachen der MIH sind immer noch nicht geklärt. Verschiedene Ursachen werden diskutiert: Umweltfaktoren wie die Exposition gegenüber bestimmten Umweltgiften oder Chemikalien während der Schwangerschaft oder in der frühen Kindheit stehen ebenso im Verdacht wie systemische Erkrankungen beziehungsweise Infektionen während der Zahnentwicklung, Mangelernährung oder eine unzureichende Mineralstoffzufuhr. Fest steht, dass es bisher keine präventiven Maßnahmen gibt. Umso wichtiger sind regelmäßige, engmaschige zahnärztliche Kontrollen, um eine MIH frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Unser Fortbildungsteil fasst den aktuellen Wissensstand zum klinischen Erscheinungsbild, zur Diagnostik und Ätiologie sowie zur nicht invasiven und invasiven Therapie zusammen. Dann haben wir uns mal wieder umgeschaut, wie andere Länder ihre Gesundheitssysteme organisieren und finanzieren. In diesem Heft befassen wir uns mit unserem nördlichen Nachbarn, Dänemark. Das dänische Gesundheitssystem unterscheidet sich deutlich vom deutschen: Es liegt in staatlicher Hand und wird hauptsächlich durch Steuern finanziert. Die Däninnen und Dänen können zwischen zwei Versicherungsmodellen wählen. Aber fast alle entscheiden sich für das, in dem der Hausarzt als Schleusenwärter fungiert. Spannend auch: Da das GesundFoto: Lopata/axentis
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