GESELLSCHAFT | 53 zm116 Nr. 01-02, 16.01.2026, (2095) AUSZEICHNUNG DER BUNDESZAHNÄRZTEKAMMER Zahntechnikermeister Andreas Haesler erhält Silberne Ehrennadel Für seinen unermüdlichen Einsatz rund um das Deutsche Dentalmuseum in Zschadraß hat Zahntechnikermeister Andreas Haesler die Silberne Ehrennadel der deutschen Zahnärzteschaft erhalten. In seiner Laudatio berichtete der Präsident der Landeszahnärztekammer Sachsen, Dr. Thomas Breyer, über die Anfänge von Haeslers Sammelleidenschaft – „getrieben von Neugier und einem feinen Gespür für das, was bewahrt werden muss“. Sein erstes Museum eröffnete Haesler 2000 im Schloss Colditz nahe Grimma. Als er diesen geschichtsträchtigen Ort im Jahr 2005 verlassen musste, führte ihn sein Weg über eine Zwischenstation schließlich im Mai 2006 nach Zschadraß. Dort sei es ihm gelungen, vier Gebäude mit insgesamt 147 Räumen zu erwerben und dem stetig wachsenden Berg historischer Objekte zur Zahnheilkunde eine neue, dauerhafte Heimat zu schaffen, erzählte Breyer. Zunächst seien Haeslers Aktivitäten von den offiziellen zahnärztlichen Vertretern nicht wahrgenommen worden. „Erst nach und nach wurde klar, dass hier ein Zahntechniker etwas tat, was eigentlich zu den ureigensten Aufgaben der Zahnärzteschaft gehört: die Bewahrung ihres dentalen Erbes.“ Ihm sei es gelungen, „unwiederbringliche Verluste zu verhindern“. „Den wohlverdienten Ritterschlag“ habe die Sammlung in Zschadraß mit der Übergabe der bedeutenden Sammlung Proskauer-Witt der Bundeszahnärztekammer zur Archivierung und Aufbewahrung erhalten. „Was Andreas Haesler in den vergangenen Jahrzehntengeschaffen hat, ist weit mehr als ein Museum: Es ist ein Ort der Erinnerung, der Inspiration und der Forschung. Sein Idealismus, seine ansteckende Begeisterung und der enorme persönliche Einsatz an Zeit, Wissen und nicht zuletzt auch Geld sind einzigartig und verdienen höchste Anerkennung“, lobte ihn Breyer. Ein Menschheitsschatz liegt dort in Zschadraß Haesler nutzte die Anwesenheit des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU), um für Unterstützung für sein Herzensprojekt zu werben: „Es ist ein Menschheitsschatz, der in Zschadraß liegt, der unbedingt bewahrt werden sollte." Kammerpräsident Breyer richtete den Wunsch an Kretschmer, gemeinsam ein Objekt in Sachsen zu finden, „das diese Schätze in einem angemessenen Rahmen zumindest zum Teil repräsentieren kann“. Die neue Vizepräsidentin der BZÄK, Dr. Doris Seiz, würdigte in ihrem Grußwort die Verdienste der Landeszahnärztekammer Sachsen und dankte Breyer für seine Unterstützung des Dentalmuseums. „Mit der weltweit größten Sammlung kulturhistorischer Gegenstände aus 5.000 Jahren Zahnheilkunde ist Sachsen zur Hüterin des dentalen Erbes geworden. Ein Schatz, der hier bewahrt wird und für den Thomas Breyer sich in besonderer Weise verantwortlich zeigt und engagiert!“, lobte Seiz. sr Die Ehrung erfolgte am 15. November im Rahmen eines Festaktes zum 35-jährigen Bestehen der Landeszahnärztekammer Sachsen in Dresden: Zahntechnikermeister Andreas Haesler (Mitte) mit dem Präsidenten der sächsischen Landesärztekammer, Dr. Thomas Breyer, und BZÄK-Vizepräsidentin Dr. Doris Seiz. Foto: zm/sr
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