Zahnaerztliche Mitteilungen Nr. 1

64 | PRAXIS BETRIEBSWIRTSCHAFT IN DER ZAHNÄRZTLICHEN PRAXIS – TEIL 1 Die BWA ist mehr als eine monatliche Pflichtlektüre Marcel Nehlsen, Bernhard Fuchs Erfolg entsteht nicht nur am Behandlungsstuhl, sondern ebenso am Schreibtisch, meinen wir. Dies ist der Auftakt zu einer fünfteiligen Serie zum Thema „Betriebswirtschaft in der zahnärztlichen Praxis”. Als Unternehmer brauchen Sie den Durchblick auch bei Ihren Zahlen. Dazu gehören: n Erfassung und Abrechnung der erbrachten Leistungen: Hier wird leider sehr viel Geld verschenkt, weil die Leistungen nicht vollständig erfasst und aufgrund mangelnder Kenntnisse der gegebenen Möglichkeiten häufig unzureichend abgerechnet werden. n Rechnungs- und Forderungsmanagement: Rechnungen müssen fristgerecht und vollständig bezahlt werden. Ebenso wichtig ist das zeitnahe konsequente Nachverfolgenoffener Posten – nur so bleibt die Liquidität stabil. n Personalmanagement: Vom Recruiting und Onboarding bis zur Mitarbeiterbindung – Fachkräftemangel, Gehaltsstrukturen, Urlaubsplanung und Fortbildungen sind zentrale Themen, die Zeit und Organisation erfordern. n Investitionen und Finanzierung: Ob neue Behandlungseinheiten, intraoraler Scanner, digitales Röntgen oder Praxisumbau – Investitionen müssen sorgfältig geplant und über Darlehen oder Leasingverträge finanziert werden. n Lieferanten- und Vertragsmanagement: Materialien, Labore, IT-Dienstleister oder Praxissoftware – Verhandlungen, Preisvergleiche und Vertragslaufzeiten beeinflussen die Rentabilität. n Praxismarketing und Patientenkommunikation: Eine klare Positionierung, moderne Website, Social-Media-Auftritt und transparente Patientenkommunikation sind kein „nice-to-have“ mehr, sondern wirtschaftliche Erfolgsfaktoren. n Controlling und Kennzahlenanalyse: Laufende Überwachung von Umsatz, Kosten und Liquidität ist entscheidend, um Fehlentwicklungen früh zu erkennen. zm116 Nr. 01-02, 16.01.2026, (2106) Fotos: Deagreez – stock.adoebe.com

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