8 | LEITARTIKEL Wirhoffen, dass Sie und Ihre Familien gut ins neue Jahr gekommen sind, und wünschen Ihnen für 2026 viel Erfolg; bleiben Sie vor allem gesund. Genau vor einem Jahr standen wir kurz vor der vorgezogenen Bundestagswahl. Im Mai ist die neue Bundesregierung dann mit großen Erwartungen gestartet, liefert bislang aber doch nur überschaubare Arbeitsergebnisse: Der Herbst der Reformen blieb aus, stattdessen erleben wir in vielen Bereichen Symbolpolitik und ein wachsendes Haushaltsrisiko. Speziell im Gesundheitswesen stehen wir vor sehr großen Herausforderungen. CDU, CSU und SPD haben ihre Ziele im Koalitionsvertrag festgehalten: Prävention stärken, Versorgung verbessern und Finanzierung sichern. Das ist grundsätzlich der richtige Ansatz und es ist nur ehrlich, wenn Bundesgesundheitsministerin Nina Warken sagt, dass kein Weg an mutigen Reformen vorbeiführe. In einer solch schwierigen Lage ist es umso wichtiger, dass Selbstverwaltung und Politik lösungsorientiert zusammenarbeiten – im Sinne einer bestmöglichen Patientenversorgung. Mit Nina Warken hat eine Politikerin das Amt übernommen, die anders als ihr Vorgänger den Dialog mit den Professionen im Gesundheitswesen sucht und uns auf Augenhöhe begegnet. Das haben sie und ihre Parlamentarischen Staatssekretäre mit ihren Redebeiträgen etwa bei der Bundesversammlung der BZÄK und der Vertreterversammlung der KZBV belegt und damit gezeigt, dass sie die Dachorganisationen der deutschen Zahnärzteschaft als politischen Partner im Gesundheitssystem ernst nehmen. Eine Wertschätzung, die auch geboten ist, denn Sie alle, liebe Kolleginnen und Kollegen, leisten täglich mit Ihren Teams einen wichtigen Beitrag für ein effizientes Gesundheitswesen. Sie alle haben in den vergangenen Jahrzehnten bewiesen, dass Sie die Menschen in Deutschland bei einem äußerst effizienten Einsatz von Ressourcen wohnortnah, flächendeckend und qualitativ hochwertig versorgen können. Mit konsequent präventiv ausgerichteten Versorgungskonzepten ist es uns gemeinsam gelungen, die Gesundheitskompetenz und die Mundgesundheit der Bevölkerung stetig und nachhaltig zu verbessern. Die im letzten Jahrveröffentlichte Sechste Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS • 6) stellte eindrucksvoll unter Beweis, dass sich der Health-Outcome des zahnärztlichen Versorgungsbereichs im internationalen Vergleich auf einem sehr hohen Niveau bewegt und dass unser Angebot frühzeitiger und umfangreicher Präventionsleistungen Wirkung zeigt und von der breiten Bevölkerung in Anspruch genommen wird. Durch diesen konsequenten Präventionsansatz konnten wir den Anteil der zahnärztlichen Leistungen an den GKV-Ausgaben noch einmal auf mittlerweile niedrige 5,8 Prozent senken. Wir sind also alles andere als ein Kostentreiber im Gesundheitssystem! Der zahnmedizinische Bereich hat also seine Hausaufgaben gemacht und leistet bereits seit Langem seinen Beitrag füreineffizienteres Gesundheitswesen. Aufgabe der Politik sollte es jetzt sein, diese Erfolge mit uns gemeinsam nachhaltig zu sichern. Unsere Botschaft an die von Ministerin Warken zur Stabilisierung der GKV-Finanzen eingesetzte Finanzkommission Gesundheit lautet daher, die Leistungen zur präventionsorientierten Parodontitistherapie gesetzlich als Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen zu verankern und somit die erforderlichen Finanzmittel vollständig bereitzustellen. Nur so kann es gelingen, die Parodontitisversorgung endlich wieder auf ein der hohen Krankheitslast angemessenes Niveau zu heben. Wir müssen diese Volkskrankheit frühzeitig behanGemeinsam für ein effizientes Gesundheitswesen
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