TITEL | 39 zm116 Nr. 04, 16.02.2026, (229) Beschäftigte aus allen Ländern geben zu, dass das Smartphone im Job hauptsächlich privaten Zwecken dient: 65 Prozent tätigen damit persönliche Anrufe oder checken Textnachrichten. Verwendet wird es außerdem, um News zu lesen und in den sozialen Netzwerken zu surfen. In Italien scrollt fast jeder zweite während der Arbeit durch TikTok und Instagram. Dagegen gaben in der Schweiz 52 Prozent der Angestellten an, das Gerät für geschäftliche Aufgaben zu nutzen. Worin man sich in Europa aber einig ist: Im Büro sollte man das Smartphone auf lautlos stellen. Mehr als zwei Drittel der Befragten (68 Prozent) finden klingelnde Handys unangebracht. In der Schweiz halten knapp drei Viertel auf laut gestellte Handys am Arbeitsplatz für unangemessen. In Deutschland ärgern sich „nur“ 64 Prozent über das Gebimmel. Im Büro sollte das Smartphone stummsein Auch das Surfen in sozialen Netzwerken und der private Handygebrauch während Meetings werden von der Mehrheit der Befragten nicht goutiert. Die Schweizer sind am stärksten genervt, wenn das Gegenüber in der Besprechung zum Handy greift, die Italiener bringen dafür am meisten Verständnis auf. Private Nachrichten zu schreiben oder zu lesen ebenso wie private Anrufe zu führen, wird als am wenigsten störend wahrgenommen. Zwei Drittel der befragten Personen finden das okay. Was die Handynutzung in sozialen Situationen betrifft, sind Schweizerinnen und Schweizer am höflichsten: 36 Prozent gehen nicht ans Handy, um Gespräche nicht zu stören. Nur eine von 100 Personen greift inmitten der Unterhaltung zum Telefon. In Frankreich ist man gelassener: Zwar nimmt gut jede vierte Person Rücksicht im Umgang mit Kolleginnen und Kollegen, doch sieben Prozent der Französinnen und Franzosen nutzen ihr Handy in Gesellschaft wie gewohnt. Deutsche trennen Arbeit und Freizeit am klarsten – einmal raus aus dem Büro, sind sie am schwersten zu erreichen: Mehr als ein Drittel findet es unwichtig, nach der Arbeit noch für Vorgesetzte greifbar zu sein. Auch bei der Beantwortung von beruflichen Nachrichten nach der Arbeit sind die Deutschen am konsequentesten: 30 Prozent geben an, dies nie zu tun. Hingegen greift ein Viertel der Italiener zum Smartphone, um der Chefin oder dem Arbeitskollegen zu antworten. ck Für die repräsentative Umfrage von 2025 für Galaxu befragte YouGov 5.060 Personen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und Italien. REPRÄSENTATIVE UMFRAGE ZUR HANDYNUTZUNG IM JOB Die meisten sind von dem Gebimmel genervt Private Anrufe während des Meetings, ein ätzender Bimmelton, exzessive Social-Media-Journeys – die Nutzung des Smartphones am Arbeitsplatz birgt zweifelsohne Potenzial für Konflikte. Eine repräsentative Umfrage des Marktforschers YouGov im Auftrag von Galaxus zeigt, wie sich die Gewohnheiten in Europa von Land zu Land unterscheiden. Wozu nutzt du dein Handy während der Arbeitszeit? Handy am Arbeitsplatz: Die Mehrheit telefoniert und textet privat 0% 20% 40% 65% 41% 23% 51% 31% 6% 15% 40% 60% Arbeitsbezogene Aufgaben Persönliche Anrufe/Nachrichten Soziale Medien Unterhaltung Private Erledigungen Erotik Anderes Information Nur 40 Prozent nutzen ihr Handy während der Arbeit auch für arbeitsbezogene Aufgaben. Wie verhältst du dich bei der Handynutzung im Umgang mit Kolleginnen und Kollegen? Schweizerinnen und Schweizer sind am höflichsten 0% Deutschland Schweiz Frankreich Österreich Italien 10% 30% 33% 32% 6% 36% 28% 34% 1% 28% 35% 30% 7% 31% 27% 38% 3% 34% 33% 30% 3% 20% 40% 30% Passe mich der Situation an Nutze mein Handy auch wahrend Gesprächen mit Kolleg:innen Vermeide Handynutzung, um Gespräche nicht zu stören Nutze Handy nur in Pausen Die Werte für Deutschland liegen jeweils im Mittelfeld. Quelle : galaxus.de Quelle : galaxus.de
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