Zahnaerztliche Mitteilungen Nr. 4

42 | ZAHNMEDIZIN MKG-CHIRURGIE AUF SPORENSUCHE Das Aspergillom des Sinus maxillaris Johanna Wrede, Nicole Degel-Broßmann, Christian Kleier Das Aspergillom des Sinus maxillaris stellt einen eher seltenen „Lehrbuchklassiker“ des MKG-chirurgischen Alltags dar. Es kann als Zufallsbefund ohne klinische Symptomatik bei immungesunden Patienten auftreten und zeichnet sich nach chirurgischer Therapie durch eine gute Prognose aus. Unbehandelt kann diese Form der meist einseitigen Sinusitis jedoch schwere Komplikationen nach sich ziehen. Ein 49-jähriger Patient stellte sich in unserer mund-, kiefer- und gesichtschirurgischen Praxis im Rahmen einer schlafmedizinischen Beratung vor. Im Rahmen der standardisierten radiologischen Eingangsuntersuchung mittels Panoramaschichtaufnahme zeigte sich als Zufallsbefund eine röntgendichte Verschattung des linken Sinus maxillaris regio 26. Der Molar war bereits vor längerer Zeit extrahiert worden, der genaue Zeitpunkt ließ sich nicht mehr eruieren. Die entstandene Schaltlücke war bei der Vorstellung durch eine festsitzende Brückenkonstruktion geschlossen (Abbildung 1). Klinische Beschwerden bestanden nicht. Zur weiteren Abklärung erfolgte eine digitale Volumentomografie (DVT), die Abb. 1: Die PSA zeigt eine hyperdense Verschattung im Bereich der linken Kieferhöhle. zm116 Nr. 04, 16.02.2026, (232) Abb. 2: Die DVT-Aufnahme zeigt die genaue Lokalisation des Fremdkörpers sowie die subtotale Verschattung der linken Kieferhöhle.

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