NACHRICHTEN | 47 zm116 Nr. 04, 16.02.2026, (237) Ein tägliches Zähneputzen im Kindergarten könnte viele Kariesfälle verhindern. Foto: LZK/LAJ Thüringen FÜR EINE EINFACHERE VERWALTUNG Bundesregierung startet Meldeportal zum Bürokratieabbau Das neue EinfachMachen-Portal der Bundesregierung soll zum Bürokratieabbau beitragen. Seit dem Start des Portals sind bereits mehr als 12.000 Hinweise und Vorschläge eingegangen. Die schwarz-rote Bundesregierung hat sich in ihrem Koalitionsvertrag den Abbau von Bürokratie auf die Fahnen geschrieben. Im Herbst hatte sie die sogenannte Modernisierungsagenda mit 80 Einzelmaßnahmen beschlossen. Geplant war auch ein Bürokratiemeldeportal, das Bürgern ermöglichen soll, konkrete Verbesserungsvorschläge einzureichen. Seit Dezember ist dieses Portal mit dem Titel „EinfachMachen“ nun in einer Beta-Version online. Wie das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung mitteilte, soll es als zentrale Anlaufstelle direkte Mitwirkungsmöglichkeiten rund um das Thema Bürokratierückbau ermöglichen. Das Angebot richtet sich an Bürgerinnen und Bürger, Unternehmer, Selbstständige sowie Verwaltungsmitarbeitende. In dem Portal können sie schildern, welche Abläufe, Formulare oder digitalen Angebote aus ihrer Sicht unnötig komplex, unverständlich, umständlich oder bereits vorhanden sind. Zur Klärung von Einzelfällen ist das Angebot indes nicht gedacht, heißt es. Das Ministerium verspricht, dass jede Eingabe ausgewertet wird. Ziel sei eine Verwaltung, die schneller reagiere und weniger Aufwand verursacht. Das Projekt ist derzeit noch im Aufbau und soll weiterentwickelt werden. ao ZAHNÄRZTEKAMMER BERLIN Bianca Göpner-Fleige ist neue Präsidentin Die niedergelassene Zahnärztin Dr. Bianca Göpner-Fleige ist die neue Präsidentin der Zahnärztekammer (ZÄK) Berlin. Die Delegiertenversammlung hatte sie am 22. Januar für fünf Jahre gewählt. Ebenfalls neu im Amt als Vizepräsident ist der niedergelassene Zahnarzt Dr. Dietmar Kuhn. In den insgesamt siebenköpfigen Vorstand wurden folgende Beisitzerinnen und Beisitzer gewählt: Dr. Ufuk Adali, Barbara Plaster, Thekla Wandelt, Dr. Veronika Hannak und Dr. Jürgen Brandt. „Ich möchte alle Kolleginnen und Kollegen vertreten, unabhängig von politischen Zugehörigkeiten, Strömungen und vergangenen Mehrheiten“, sagte Göpner-Fleige in einer ersten Stellungnahme nach ihrer Wahl. „Ich wünsche mir eine Kammerarbeit, die offen ist für Beteiligung, kollegiale und lösungsorientierte Zusammenarbeit. Dazu gehören insbesondere Transparenz und nachvollziehbare Entscheidungen.“ ck THÜRINGER INITIATIVE FÜR ZÄHNEPUTZEN IN KITAS „Wir putzen täglich!“ Mit einer landesweiten Kampagne will die Zahnärzteschaft in Thüringen zusammen mit der Gesundheitsministerin Katharina Schenk (SPD) das tägliche Zähneputzen fest im Alltag aller Kindergärten im Land verankern. Dazu haben das Gesundheitsministerium, die Landeszahnärztekammer und die Landesarbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege (LAJ) Thüringen einen gemeinsamen Aufruf an alle rund 1.400 Kindergärten und deren Träger im Bundesland versandt. Ergänzend wurden Poster und Aufkleber mit dem Slogan „Wir putzen täglich!“ verteilt, die die Einrichtungen in ihren Eingangsbereichen oder Garderoben gut sichtbar anbringen können. Aus zahnärztlicher Sicht ist der Handlungsbedarf groß: „Wir sehen in unseren Praxen leider immer noch zu viele Kinder mit frühkindlicher Karies“, berichtet Dr. Ralf Kulick, Präsident der Landeszahnärztekammer Thüringen. „Ein tägliches Zähneputzen im Kindergarten könnte viele Fälle verhindern. Vorsorge ist wirksamer und kinderfreundlicher als spätere Behandlungen.“ Der LAJ-Vorsitzende Dr. Peter Pangert bekräftigt: „Etwa die Hälfte aller Kinder in Thüringen ist von Karies betroffen.“ Wenn Zähne-putzen im Kindergarten selbstverständlich sei, werde es auch zu Hause zur Gewohnheit: „Das verbessert die Chancen auf eine lebenslange Mundgesundheit.“ Das tägliche gemeinsame Zähneputzen im Kindergarten helfe insbesondere Kindern, deren Zugang zu Gesundheitsangeboten aus familiären oder sozialen Gründen erschwert ist. Die Kampagne trage damit auch zu mehr Chancengleichheit bei. „Die Gesundheit unserer Kinder ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe für Politik, Heilberufe, Kindertagesstätten und Eltern“, stellt Schenk klar. ck
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