Zahnaerztliche Mitteilungen Nr. 4

48 | PRAXIS PRAXISÜBERNAHME VOR DEN TOREN BERLINS – TEIL 3 Let’s Talk Money: Welche Finanzierung passt zumir? Jonas Kock, Nadja Alin Jung Nachdem wir Vladislava Drljaca bereits bei der Suche nach dem richtigen Praxisstandort und bei der Erstellung des Businessplans begleitet haben, geht es nun um die Finanzierung: Welche Optionen gibt es, wie unterscheiden sie sich und was ist am Ende der richtige Kredit? Die Wunschpraxis ist gefunden, der Businessplan steht, die Übernahmeaussichten sind gut. Was jetzt noch fehlt, ist das nötige Kapital. Eine sichere Finanzierung ist essenziell, um den Kaufpreis sowie die Anschaffungskosten für die Geräte und die Umbau- oder Renovierungskosten zudecken. In der Gründungsphase fallen Anlaufkosten für externe Dienstleistungen wie Praxismarketing, Unternehmens-, Rechts- und Steuerberatung besonders ins Gewicht, weshalb man sie in der Finanzierungsplanung extra berücksichtigen sollte. Aber auch die Gelder für Personal und Miete müssen einkalkuliert werden. Ist kein oder wenig Eigenkapital vorhanden, muss man anfänglich auch die eigenen Lebenshaltungskosten veranschlagen. Was ist wichtiger: Flexibilität oder ein niedriger Zins? Auch Drljaca benötigte – wie die meisten Gründerinnen und Gründer – einen Kredit zur Übernahme ihrer Wunsch-Praxis. Um eine fundierte Entscheidung treffen zu können, führte sie im Vorfeld mehrere Beratungsgespräche mit der Bank. Die Kalkulationen stützten sich dabei in erster Linie auf den Businessplan, der alle Kennzahlen wie den zu erwartenden Umsatz, Gewinn, Liquidität, Kosten und Investitionen enthält. Drljaca stützte sich dabei nicht nur auf die Zahlen, sondern auch auf ihr Bauchgefühl: „Ich hatte bei meinem Bankberater – zu Recht, wie sich herausstellte – ein gutes Gefühl und vertraute seiner Expertise“, erzählt sie. Foto: Jacek Wesolowski zm116 Nr. 04, 16.02.2026, (238) „Für mich war es die beste Entscheidung, die Kreditsumme nachträglich anzupassen. Ich habe gemerkt: Ich will nicht unter so großem finanziellen Druck stehen und den auch nicht an meine Patienten weitergeben müssen.“ Vladislava Drljaca

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