Zahnaerztliche Mitteilungen Nr. 5

zm116 Nr. 05, 01.03.2026, (340) 58 | ZAHNMEDIZIN gend auf Level-II-Techniken, da LevelIII-Eingriffe an unserer Klinik aufgrund der aktuell noch begrenzten Datenlage und eines erhöhten Risikoprofils nur bei seltenen Befundkonstellationen zum Einsatz kommen. Sollte eine arthroskopische Behandlung nicht möglich oder erfolgversprechend erscheinen, ist in ausgewählten Fällen ein offenes chirurgisches Vorgehen indiziert [Baecher et al., 2025]. Bei myogener Genese kann darüber hinaus zusätzlich eine Botulinumtoxin-Injektion in die Kaumuskeln zur Reduktion von Schmerzen und Muskelhyperaktivität beitragen. Neue Therapieoptionen wie die transarterielle Embolisation (TAE) können bei therapieresistenten Beschwerden in Erwägung gezogen werden [Fleckenstein et al., 2025]. Zusammenfassung Aufgrund des hohen Leidensdrucks der CMD-Patientinnen und -Patienten, die auf konservative Therapien nicht ausreichend ansprechen, gewinnen minimalinvasive Verfahren zunehmend an Bedeutung. Sowohl die Literatur als auch unsere klinischen Erfahrungen zeigen, dass viele Patienten mit arthrogen bedingten Beschwerden von einer Arthroskopie profitieren. Das Risikoprofil ist gering. Entsprechend sollte dieses Verfahren frühzeitig angeboten werden. „ Behandlungskonzept der MKG Charité bei Kiefergelenkserkrankungen TMD/CMD Symptomatische anteriore Diskusluxation, rez. Schmerzen, usw. Konservative Therapie Anbindung an CMD-Spezialist*in MRT/CT Schienentherapie Schmerztherapie Physiotherapie Zahnärzt*in Ggf. Botox Follow-up Follow-up Diagnostische Arthroskopie „single puncture“: Diagnostik + Lavage Therapeutische Arthroskopie „double puncture“: Intervention Open Surgery Abb. 9: modifiziert nach Srouji and McCain [Srouji et al., 2018] Diskusperforation BotulinumtoxinInjektion Chondromatose PRFInjektion Vollblutinjektion Fünf Videosequenzen ergänzen die grafischen Darstellungen und vermitteln ein räumliches Verständnis der arthroskopischen Befunde.

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