PRAXIS | 27 um sieben Prozent höhere Wahrscheinlichkeit für ein auffälliges Verhalten beim Zahnarztbesuch bei Kindern mit ängstlichen Eltern. Ebenso nahm der Kariesbefall mit überfürsorglichem Erziehungsverhalten zu (r = 0,251, p = 0,006). Eine Subanalyse der Kinder, die nach einem Kariesindex von 0, 1, 2, 3 oder 4 und mehr eingestuft wurden, ergab tendenziell mehr Überbehütung seitens der Eltern bei höheren dmft-Werten. Die Unterschiede erreichten hier jedoch keine Signifikanz. Kinder von Helikopter-Eltern putzten zudem seltener als zweimal täglich ihre Zähne (p = 0,027). Regressionsanalysen ergaben eine um vier Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, dass diese Kinder ihre Zähne maximal einmal am Tag putzten. Durch die Berücksichtigung von Störfaktoren ging dieser Zusammenhang jedoch verloren. Eine überfürsorgliche Erziehung stand in der gesamten Stichprobe in signifikantem Zusammenhang mit Kariesbefall bei Kindern. Wenn Eltern die Angst ihrer Kinder begünstigen Diese Studie ergab, dass überfürsorgliche Erziehung in den Niederlanden sowohl in allgemeinen als auch in pädiatrischen Zahnarztpraxen signifikant mit einem unkooperativeren Verhalten von fünf- bis sechsjährigen Kindern während der Zahnbehandlung verbunden war. Eltern oder Betreuungspersonen mit einem überfürsorglichen Erziehungsstil berichteten zudem über deutlich mehr Probleme beim Zähneputzen sowie eine geringere Häufigkeit des Nachputzens in der gesamten Stichprobe. Ein höheres Maß an elterlicher Überfürsorglichkeit war darüber hinaus mit einer geringeren Häufigkeit des Zähneputzens bei Kindern, einer geringeren elterlichen Selbstwirksamkeit in Bezug auf das Zähneputzen sowie einer höheren Karieserfahrung bei Kindern verbunden. Nach Bereinigung um Störfaktoren blieben diese Zusammenhänge jedoch nicht signifikant. Ein Zusammenhang zwischen überfürsorglicher Erziehung und dem Auslassen des Zähneputzens wurde nicht festgestellt. Der Zusammenhang zwischen schwierigem Verhalten während zahnärztlicher Behandlungen und einem überfürsorglichen Erziehungsstil könnte darauf hindeuten, dass dieser bei Kindern vermeidende oder ängstliche Verhaltensweisen begünstigt und die Entwicklung eigener Bewältigungsstrategien weniger fördert. „Ein Querschnittdesign wie in dieser Studie kann jedoch keine Hinweise auf zugrunde liegende Ursachen liefern oder Belege für zeitliche Zusammenhänge zwischen überfürsorglicher Erziehung und der Mundgesundheit von Kindern erbringen“, räumen die Wissenschaftlerinnen ein. Dafür seien größere Untersuchungen mit anderen Studiendesigns notwendig. ck Geuns E, de Jong-Lenters M, Duijster D. Associations between overprotective parenting and children's cooperation during dental treatment, toothbrushing behaviour and dental caries experience. Eur J Paediatr Dent. 2025 Dec 7;26(4):272-279. doi: 10.23804/ejpd.2025.2296. PMID: 41020532. zm116 Nr. 06, 16.03.2026, (405) Copyright: House of Vision/Mediabank Göteborg & Co. Hier geht’s zum wissenschaftlichen Programm, weiteren Informationen und zur Anmeldung Wir sehen uns in Göteborg, Schweden – 25.- 27. Juni 2026 Nehmen Sie teil am Implant Solutions World Summit, dem Treffpunkt für alle, die den Antrieb, den Ehrgeiz und das Engagement mitbringen, die Implantologie voranzubringen – für Sie, Ihre Praxis, Ihr Labor und Ihre Patienten. 25.-27. Juni 2026 Göteborg, Schweden Seien Sie dabei!
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