82 | zmSTARTER zm116 Nr. 06, 16.03.2026, (460) Das Logo kommuniziert auch die werteorientierte Führung Genau darauf hatte Drljaca großen Wert gelegt: „Mit dem Logo hat die Agentur wirklich direkt ins Schwarze getroffen. Es kommuniziert, worauf es mir ankommt. Außerdem bringt die kunstvolle Schrift der Wortmarke meinen Fokus auf Ästhetik auch visuell auf den Punkt.“ Das individuell gestaltete, zusätzliche Signet greift die Zahnheilkunde spielerisch auf und lässt sich vielseitig einsetzen – ob auf der Website, dem Briefpapier, in der Außenwerbung oder auf kleinen Give-aways wie Stiften oder Notizblöcken. Ergänzend können individuelle Key Visuals oder Kampagnen-Claims den Wiedererkennungswert weiter steigern – denn Wiederholung verankert Markenbotschaften im Gedächtnis und schafft Vertrauen. Professionelles Marketing ist Teil der Praxisgründung und sollte daher von Anfang an im Businessplan berücksichtigt werden. Markenentwicklung umfasst dabei von der Festlegung der USPs über die markenrechtliche Prüfung des Namings bis hin zur Erstellung von Key Visuals weit mehr als die Logo-Gestaltung. Dabei steht der Input der Gründerin an erster Stelle, denn jede Marke ist einzigartig und muss perfekt zur Praxis passen. Ist die Brand entwickelt, gilt es, sie konsequent über alle Kanäle zu kommunizieren. Drljaca will „aesthetiko“ breit aufstellen, um Patienten zu überzeugen, Mitarbeiter zu gewinnen und die Praxis langfristig wachsen zu lassen. „Ich möchte, dass die Teltower, wenn sie unsere Marke auf einem Plakat in der Fußgängerzone entdecken, auf den ersten Blick an „aesthetiko“ denken. Sie sollen uns mit hochwertiger Zahnmedizin, schönen Ergebnissen und einem guten Gefühl in Verbindung bringen. Logo und Signet haben genau diese Wirkung – das melden mir meine Patienten immer wieder zurück.“ Fazit Eine durchdachte Marke ist mehr als ein schönes Logo – sie vermittelt den Patienten schon vor dem ersten Termin, was sie in der Praxis erwartet. Ein gut durchdachtes Naming mit hohem Wiedererkennungswert und ein kohärentes Corporate Design wirken sich auch auf die Mitarbeiterbindung und -gewinnung aus. Bewerber erkennen sofort, dass die Praxis professionell und werteorientiert geführt wird. Wer weiter denkt und strategisch handelt, kann dank der starken Marke die Praxis sogar unabhängig vom eigenen Namen in die nächste Generation führen. n Fotos: Jacek Wesolowski, Switzerland Mr_Mockup – stock.adobe.com IN FÜNF SCHRITTEN ZUM CORPORATE DESIGN 1. Definition der Brand (Corporate Identity & USPs): Wie sollen sich die Patientinnen und Patienten in der Praxis fühlen? Was unterscheidet die Praxis klar von den Mitbewerbern? 2. Entwicklung des Namings: Welche Assoziationen soll der Name wecken? Ist die Idee markenrechtlich umsetzbar? Könnte das Naming in anderen Sprachen missverstanden werden? 3. Komposition von Form, Typografie und Farbsystem: Lässt sich das Logo gut in verschiedenen Größen darstellen? Ist die Typografie gut lesbar, auch auf mobilen Geräten oder bei schlechter Beleuchtung? 4. Kreation des Logos als WortBild-Marke: Ist das Logo klar erkennbar und einprägsam? Ist es zukunftssicher – also auch noch relevant, wenn die Praxis wächst? 5. Claim, Signet, Key Visuals: Transportieren Claim und Key Visuals die Markenbotschaft klar und konsistent? Lässt sich das Signet eigenständig wiedererkennen, auch ohne den Schriftzug?
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