Zahnaerztliche Mitteilungen Nr. 7

24 | POLITIK NEUES POSITIONSPAPIER DER BUNDESZAHNÄRZTEKAMMER Rauchstopp muss auf die Präventionsagenda! Michael Brandt, Alice Arndt-Fink, Sebastian Ziller, Johan Wölber Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) hat im Januar ein aktualisiertes Positionspapier zur Rolle des Rauchens für die Mundgesundheit vorgelegt. Ziel ist, Rauchen als bedeutenden Risikofaktor für die Mund- und Allgemeingesundheit stärker in den Fokus der präventions- und gesundheitspolitischen Diskussionen zu rücken, um dadurch den Tabakkonsum zu senken. Rauchen ist ein wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen, für zahlreiche Krebsarten (einschließlich der Mundhöhle) sowie für Parodontalerkrankungen. Allein in Deutschland sterben jedes Jahr etwa 127.000 Menschen an den Folgen des Tabakrauchens – weltweit sind es mehr als acht Millionen Todesopfer jährlich [RKI, 2026; WHO, 2020]. Diese Zahlen verleihen den aktuellen, parteiübergreifenden Forderungen nach höheren Tabaksteuern in Deutschland zusätzliche Bedeutung. Rauchprävalenz und neue Nikotinprodukte Mit rund 28,7 Prozent liegt die Rauchprävalenz unter Erwachsenen in Deutschland über dem europäischen Durchschnitt von 24,4 Prozent, wobei Männer (33,2 Prozent) häufiger rauchen als Frauen (24,4 Prozent) [Starker A. et al., 2025]. Trotz eines Rückgangs in den vergangenen Jahrzehnten bleibt der Tabakkonsum auf einem hohen Niveau. Neben klassischen Zigaretten gewinnen alternative Tabakund Nikotinprodukte zunehmend an Bedeutung, insbesondere bei jungen Erwachsenen. Immer häufiger kommen elektronische Systeme zum Einsatz. Aktuell verwenzm116 Nr. 07, 01.04.2026, (498) ZM-LESERSERVICE Die Literaturliste kann auf www.zm-online.de abgerufen oder in der Redaktion angefordert werden.

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