62 | GESELLSCHAFT ABSEITS DER PRAXIS Der schnelle Zahnarzt von der Havel Dr. Norbert Lewerenz liebt das Laufen. Für den niedergelassenen Zahnarzt aus Schollene, einer Gemeinde an der Havel im Osten von Sachsen-Anhalt, bedeutet sein Hobby Gesundheit und Entspannung. Den sportlichen Wettstreit mag er auch, wie zahlreiche Auszeichnungen beweisen. Sport war mir schon immer wichtig“, sagt Lewerenz. Als Kind kickte der heute 68-Jährige im Verein und nahm als Crossläufer an Kinder- und Jugendspartakiaden teil. Wettkämpfe motivierten ihn, sagt der gebürtige Mecklenburger: „Ein Ziel vor Augen erleichtert das Training.“ Lewerenz läuft gerne Halbmarathons und nimmt auf dieser Distanz mehrmals im Jahr an Wettbewerben wie dem Tangermünder Elbdeichmarathon teil. Erst kürzlich startete er wieder beim Halbmarathon in Berlin. Er tritt auch regelmäßig auf kürzeren Strecken von zehn bis zwölf Kilometern an, unter anderem beim Elbe-Ohre-Cup oder dem Prignitzcup in Brandenburg. Der Zahnarzt probiert aber auch gerne neue Wettkämpfe aus. Die „World Medical and Health Games“ (Medigames) standen schon länger auf seiner Liste. Bei diesem jährlich an wechselnden Orten stattfindenden Event können medizinische Fachkräfte aus aller Welt in aktuell 22 Sportarten starten. „Die ultimative Belohnung für das viele Training“ 2024 nahm Lewerenz erstmals daran teil und war so begeistert, dass er auch zu den Medigames 2025 in Lloret de Mar anreiste – als einer von 1.500 Athletinnen und Athleten aus über 40 Ländern. Sich bei Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Fachgebieten und Nationen auszutauschen, empfindet Lewerenz als große Bereicherung. Überhaupt genießt er die positive und teils euphorische Stimmung der Medigames. Die Wettkämpfe in Lloret de Mar bescherten dem Hobby-Athleten dann noch fünf weitere Gründe zur Freude: Er gewann in seiner Altersklasse über die 800, 1.500, 3.000 und 5.000 Meter Gold. Im Crosslauf holte er außerdem Silber. „Dass ich nur Gewinne einfahre, hatte ich nicht erwartet. Für mich war das die ultimative Belohnung für das viele Training“, so Lewerenz. Bei den diesjährigen Medigames im Juni in Kroatien würde er diesen Erfolg gerne wiederholen – und ausbauen. Zusätzlich zu den Langstrecken hat er sich für die Rennen über 100, 200 und 400 Meter angemeldet. „Beim Weit- und Hochsprung sowie beim Kugelstoßen mache ich auch noch mit. Damit gehöre ich dann zu den Fünfkämpfern“, fügt er hinzu. Seine Motivation für die zusätzlichen Starts: Langeweile vermeiden. „Zwischen den Wettkämpfen muss man sich die Zeit im Stadion vertreiben. Und bevor ich nur rumsitze, mache ich lieber mit.“ Lewerenz’ sportlicher Ehrgeiz flachte einzig in den 1990er-Jahren vorüberzm116 Nr. 07, 01.04.2026, (536) Ich gehe zum Trainieren immer raus, bei Wind und Wetter. So bekomme ich beim Laufen am besten den Kopf frei. Dr. Norbert Lewerenz, Zahnarzt und HobbyLangläufer
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