Zahnaerztliche Mitteilungen Nr. 9

GESELLSCHAFT | 27 wickeln, Anlaufstellen für Betroffene schaffen, verbindliche Richtlinien vorgeben und Grenzüberschreitungen konsequent ahnden, fordert die Gewerkschaft. Ein zentrales Strukturproblem im ärztlichen Arbeitsalltag Einen speziellen Fokus legt die Umfrage auf das Thema sexuelle Belästigung in ärztlichen Teams. Diese hätten in den vergangenen zwölf Monaten 13 Prozent der Befragten erlebt. Am häufigsten seien sexualbezogene Kommentare oder abwertende Sprüche sowie unerwünschte Gespräche mit sexuellem Inhalt vorgekommen. Auch unerwünschte körperliche Nähe wird von vielen Betroffenen genannt. Etwa drei Viertel der Betroffenen hat sexuelle Belästigung in den zurückliegenden zwölf Monaten mehrfach erlebt, 59 Prozent „mehrmals im Jahr“, 17 Prozent „mehrmals im Monat“ und sechs Prozent sogar „mehrmals in der Woche“. In rund zwei Dritteln der Fälle (63 Prozent) gehen die Handlungen von ärztlichen Vorgesetzten aus, 29 Prozent werden ärztlichen Kolleginnen und Kollegen zugeschrieben und acht Prozent anderen Berufsgruppen. Für die Handlungen sind nach Angaben der Betroffenen „vor allem“ (18 Prozent) oder „nur“ (71 Prozent) Männer verantwortlich. Die Meldequote sei mit 16 Prozent sehr niedrig und das Vertrauen in Konsequenzen gering, habe die Umfrage offenbart. Vor diesem Hintergrund sieht der MB dringenden Handlungsbedarf. Betroffene wünschten sich zum Beispiel verpflichtende anonyme Meldesysteme für alle Kliniken oder Compliance-Regelungen mit einer Null-Toleranz-Umsetzung. Zudem brauche es sichtbare Konsequenzen wie Mahnungen und Entlassungen. sth An der bundesweit bisher größten Befragung dieser Art nahmen zu mehr als zwei Dritteln (69 Prozent) Frauen teil. Mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) war 40 Jahre und jünger. zm116 Nr. 09, 01.05.2026, (693) „Ein Vorgesetzter hat mich gebeten, die Unterhaltung auf seinem Schoß sitzend zu führen, er könne sich dann besser konzentrieren. Als ich entsetzt verneint habe, wurde es als Scherz getarnt und ich als steif spießig hingestellt. Ich würde ja keinen einfachen Scherz verstehen.“ „Unerwünschte Erzählung über Präferenzen beim Geschlechtsverkehr.“ tokuyama-dental.eu Spezialisten & Alleskönner: Die ESTELITE-Familie – ein einzigartiges System für die moderne Füllungstherapie basierend auf sphärischen Füllkörpern. Ästhetik mit System – Komposite von TOKUYAMA MUSTER &MEHR Individuelle Anwendungsmöglichkeiten durch verschiedenste Viskositäten Exzellente Polierbarkeit & Handhabung mehrfach ausgezeichnet durch den Dental Advisor Hohe Belastbarkeit durch optimal abgestimmte sphärische Füllkörper Schnelle Tiefenhärtung durch kontrollierte Brechungsindizes & RAP-Technology Für den idealen Workflow: Unsere ESTEPOLISHER

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