Zahnaerztliche Mitteilungen Nr. 15-16

Foto: Dennis – stock.adobe.com, Wibisana, J.N. et al. EIN BILD UND SEINE GESCHICHTE zm116 Nr. 15-16, 16.08.2026, (1154) 8 | GESELLSCHAFT Forschende des Okinawa-Instituts für Wissenschaft und Technik in Japan haben die konventionelle manuelle Abformung so weiterentwickelt, dass sich damit auch von kleinen Wirbeltieren detaillierte zahnärztliche Merkmale erfassen lassen, ohne dass diese getötet werden müssen. Im Journal of Morphology beschreiben sie, wie sie mit winzigen Abdrucklöffeln Gebissabdrücke der Flösselhecht-Art Polypterus senegalus nahmen. Die Schwierigkeit: Die Mäuler der Tiere sind weniger als zehn Millimeter breit, die Zähne weniger als einen Millimeter lang. Der Prozess beginnt mit der Sedierung der Tiere. Dann wird die Mundhöhle vorbereitet, indem die Zähne sanft luftgetrocknet und mit einem hochviskosen Kittabdruckmaterial gereinigt werden. Es folgt die Anwendung eines präziseren, niedrigviskosen Polyvinylsiloxanmaterials in maßgeschneiderten, 3D-gedruckten Löffeln. So gelangen den Forschenden erfolgreiche Abdrücke bei rund 60 Tieren, ohne dass auch nur eines zu Schaden kam. Weiterer Erfolg: Bei den Scans der Abdrücke entdeckten sie winzige Abrasionsmuster, die bislang noch nicht beschrieben wurden. Die Technik soll künftig zum Einsatz kommen, um Zahnwechselmuster bei den Tieren zu studieren, die noch nie zuvor in lebenden Fischpopulationen untersucht wurden. mg Die Studie: Wibisana, J.N. et al., Modifiable Clinical Dental Impression Methods to Obtain Whole-Mouth and Detailed Dental Traits From Vertebrates. Journal of Morphology, 286: e70017. https://doi.org/10.1002/jmor.70017

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