Zahnaerztliche Mitteilungen Nr. 17

ZAHNMEDIZIN | 21 durchgeführt werden. Die kondylären Komponenten wurden beidseits und die linke Fossakomponente aufgrund einer diagnostizierten Schädelbasisarrosion unterhalb der in situ befindlichen UHMWPE(Ultra-High Molecular Weight Polyethylene – ultrahochmolekulares Polyethylen)-Fossakomponente (Abbildung 4) durch eine Variante mit Titanbasisplatte ersetzt (Abbildung 5). Der postoperative Verlauf gestaltete sich komplikationslos; im weiteren Verlauf zeigte sich eine vollständige Regredienz der Weichgewebsreaktion. Das Mobilisationsprotokoll sah einen direkt postoperativen Beginn der Übungsbehandlung mit dem TheraBite®-System (Atos Medical GmbH, Troisdorf, Deutschland) über einen Zeitraum von drei Monaten nach dem vom Hersteller empfohlenen „7-7-7"-Schema vor. Ab der vierten postoperativen Woche wurde ergänzend mit physiotherapeutischen und logopädischen Übungen begonnen. Zwölf Monate nach Abschluss der chirurgischen Therapie stellte sich eine SKD-max. von > 3 cm bei Schmerzfreiheit, zufriedenstellender Ästhetik und deutlich gebessertem subjektivem Befinden dar. Sechs Monate nach der dritten Operation wurde mit der kieferorthopädischen Therapie mittels Multibandapparatur begonnen. Den Therapiestatus nach zwölf Monaten zeigt Abbildung 6. Abb. 4: Koronarer CT-Schnitt mit Darstellung der Schädelbasisarrosion (weißer Pfeil) links unterhalb der in situ befindlichen UHMWPE-Fossakomponente (rote Linie) Foto: Universitätsmedizin Mainz

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