Zahnaerztliche Mitteilungen Nr. 17

EDITORIAL | 3 Jung, weiblich, migrantisch sucht… bekanntlich dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Und: Die ZFA-Kampagne läuft auf TikTok sehr erfolgreich. Richtig schmecken wird Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, hoffentlich diese Ausgabe. In unserer Titelgeschichte gehen wir der Frage nach, wann bei Zahnverlusten im Jugendalter, etwa nach einem Frontzahntrauma, die Autotransplantation eigener Zähne eine Alternative zu konventionellen prothetischen Lösungen sein kann. In unserem Starter-Teil beleuchten von uns befragte Experten, welche Versicherungen beim Start ins Berufsleben sinnvoll sind. Sie erklären was in den drei Phasen Studium, Vorbereitungszeit und Existenzgründung relevant ist, welche Versicherungen optional sind und welches Timing für den Vertragsabschluss wichtig ist. Unsere Finanzexperten erklären hingegen, wie Sie bei einer gut laufenden Praxis auch im gleichen Maße beim privaten Vermögensaufbau profitieren können. Das Schlüsselwort heißt Finanzorganisation. Denn ohne klare Strukturen wird es nichts mit einem erfolgreichen Vermögensaufbau. Viel Spaß bei der Lektüre Sascha Rudat Chefredakteur Ohne qualifiziertes Assistenzpersonal läuft in Zahnpraxen bekanntermaßen nichts. Daher schadet es nicht, einen Blick in die jüngste Veröffentlichung der Statistischen Bundesamts (Destatis) zu den Ausbildungszahlen des Jahres 2025 zu werfen. Demnach entschieden sich im vergangenen Jahr 13.400 weibliche Auszubildende für eine Ausbildung zur ZFA. Noch höher fällt die Zahl bei den Ausbildungsverhältnissen, die den Zahnärztekammern gemeldet wurden, aus: 17.396 (Stichtag hier allerdings der 30.09.2025). Damit entfielen acht Prozent der Ausbildungsverträge von Frauen auf die ZFA-Ausbildung. An der Spitze der beliebtesten Ausbildungsberufe bei Frauen lag die Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten (MFA) mit 16.100 Neuverträgen. Dazwischen rangierte die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement mit 14.900 Neuverträgen. Die Reihenfolge blieb im Vergleich zu den Vorjahren gleich. Bemerkenswert ist, wie eng die MFA- und ZFA-Zahlen beieinander liegen, obwohl die Zahl der Arztpraxen natürlich wesentlich höher ist als die der Zahnarztpraxen. Die Attraktivität der ZFA-Ausbildung ist bei Frauen also nach wie vor ungebrochen. Das ist sehr erfreulich. Aber spannender ist eine andere Zahl: Besonders häufig wählten Frauen ohne deutsche Staatsangehörigkeit im vergangenen Jahr medizinische Ausbildungsberufe. Fast jede vierte Frau ohne deutsche Staatsangehörigkeit (23 Prozent), die 2025 eine duale Ausbildung begann, entschied sich laut Destatis für die Ausbildung zur ZFA. Weitere elf Prozent wählten die MFA-Ausbildung. Für Frauen mit Migrationshintergrund hat der ZFA-Beruf offenbar eine besondere Strahlkraft. Dies sollten Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber vielleicht im Blick haben, wenn sie Auszubildende suchen, und sich Gedanken darüber machen, wie man diese Gruppe junger Frauen gezielt anspricht. Zur Wahrheit gehört aber auch: Weder die MFA-, noch die ZFA-Ausbildung haben es bei Männern unter die Top 50 Ausbildungsberufe geschafft – trotz eines ansteigenden Trends. Die ZFA-Ausbildung ist also nach wie vor eine weibliche Domäne. Doch die Zahnärzteschaft kann sich natürlich nicht auf der Anziehungskraft bei meist jungen Frauen ausruhen – zumal die Ausbildungssituation und die zur Verfügung stehenden jungen Menschen regional sehr unterschiedlich sein können. Aus diesem Grund hat die Bundeszahnärztekammer auch ihre seit Februar 2024 laufende ZFA-Kampagne fortgesetzt. Aktueller Neuzugang ist die Zahnärztin und Creatorin Anna Neubert, die auf TikTok mit ihrem Content mal eben rund 300.000 Follower erreicht. In ihrem ersten Video zeigt sie die besondere Beziehung zwischen einer Gen-ZZahnärztin und ihrer Gen-Z-ZFA – das Ganze ist humorvoll und nah am Alltag der jungen Zielgruppe aufgemacht. Zur Erinnerung: Hinter der Gen Z verbergen sich Menschen mit dem Geburtsjahr etwa zwischen 1995 und 2010. Bevor jetzt einige wegen TikTok die Nase rümpfen. Der Wurm muss Foto: Lopata/axentis

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