Foto: Dennis – stock.adobe.com, Bart van Overbeeke EIN BILD UND SEINE GESCHICHTE zm116 Nr. 20, 16.10.2026, (1540) 10 | GESELLSCHAFT Studierende der TU Eindhoven haben den weltweit ersten solarbetriebenen Krankenwagen entwickelt. Der „Stella Juva“ soll die medizinische Versorgung in entlegenen Gebieten verbessern. Dort schränken aktuell nicht nur schlechte Straßenverhältnisse, sondern vor allem die fehlende Treibstoff- oder Stromversorgung den Zugang zur Gesundheitsversorgung stark ein. „Wir haben uns von den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen inspirieren lassen, die eine gute Gesundheitsversorgung für alle Menschen anstreben“, sagt Teamleiter Mathijs van Gerven. Die Besonderheit: Stella Juva erzeugt mithilfe der Solarmodule auf dem Dach genügend Energie für den Antrieb und – durch beim Parken ausklappbare Zusatzmodule – für die medizinische Ausrüstung. Im Wagen kann man Bluttests durchführen, auf Krankheiten wie Tuberkulose und Malaria untersuchen, Impfungen verabreichen oder auch Ultraschalluntersuchungen von Schwangeren durchführen. Zur Praxiserprobung war das Team in der kenianischen Region Narok unterwegs. Insgesamt legte es dabei mit dem Fahrzeug mehr als 800 Kilometer zurück. Bis auf ein gebrochenes Gelenk an der Lenkstange gab es keine Defekte. Dieses Teil ist wegen der unbefestigten Straßen bewusst als Sollbruchstelle konstruiert, um andere Teile zu schonen – und kann innerhalb von 30 Minuten ausgetauscht werden. n
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