Zahnärztliche Mitteilungen Nr. 19

zm 107, Nr. 19, 1.10.2017, (2209) Weitergehende Hilfe: Prof. Dr. Dr. med. Knut A. Grötz Direktor der Klinik für MKG-Chirurgie HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken Akademisches Lehrkrankenhaus der Uni- medizin Mainz & Tagesklinik MKG-Chirurgie Burgstr. 2–4, 65183 Wiesbaden groetz@emaileins.de 1. Prophylaxe durch den Zahnarzt vor einer Bisphosphonat-/Denosumab-Medi- kation (AR-Therapie) Entzündungsprozesse sollten durch den Zahnarzt vor einer AR-Therapie identifi- ziert und saniert werden. Auch eine Ver- besserung der Mundhygiene senkt das Risiko für eine Kiefernekrose nachhaltig. Der Umfang der Sanierung und die Intensität der dauernden Betreuung sind abhängig vom individuellen Risikoprofil. Deshalb ist ein guter Informationsfluss zwischen dem Bisphosphonate-/AR-Verord- nenden und dem Zahnarzt sehr wichtig. Gibt es Anhaltspunkte für eine AR-Therapie eines Patienten, sollte der Zahnarzt nach einem „Laufzettel“ des Arztes fragen, der im Internet für den Arzt zur Verfügung steht (www.onkosupport.de ). 2. Prävention und Früherkennung unter Bisphosphonat-/Denosumab-Therapie (AR-Therapie) Patienten mit einer AR-Medikation sollten sich regelmäßig bei ihrem Hauszahnarzt vorstellen. Bei Beschwerden (Prothesen- druckstellen, Zahnlockerung und mehr) muss der Hauszahnarzt zeitnah aufge- sucht werden. Wenn möglich, sollten Operationen vermieden werden, etwa durch eine konservative Behandlung des Zahnhalteapparats. Notwendige chi- rurgische Eingriffe dürfen aber nicht verzögert oder unterlassen werden. Diese müssen unter Sicherheitsvorkehrungen, die für alle Zahnärzte in einer AWMF- S3-Leitlinie „Bisphosphonat-assoziierte Kiefernekrose (BP-ONJ) und andere Medi- kamenten-assoziierte Kiefernekrosen“ nie- dergelegt sind, erfolgen. Gegebenenfalls wird für operative Maßnahmen an einen Oralchirurgen oder Mund-Kiefer- Gesichtschirurgen verwiesen. 3. Therapie der Antiresorptiva-assoziier- ten Kiefernekrose (AR-ONJ) Die ONJ ist schwierig zu therapieren, der Therapieverlauf ungewiss. Bei kleinen Befunden kann ein Therapieversuch mit begrenzter Abtragung und offener Nach- behandlung unternommen werden. Führt dies nicht zum Erfolg oder liegen ausge- dehnte Befunde vor, ist eine schonende, aber vollständige Entfernung der Nekrose erforderlich. Sehr wichtig für den Heil- verlauf ist eine sichere Wundnaht, oft unter Nutzung von Weichgewebe aus der Nachbarschaft. Nicht selten wird der Eingriff unter Vollnarkose vorgenommen. Dies und die Tatsache, dass oft ein Anti- biotikum über die Vene gegeben wird und spezielle Kostformen die mechanische Wundbelastung reduzieren, erfordert nicht selten eine stationäre Behandlung in einer Klinik für Mund-Kiefer-Gesichts- chirurgie. \ Was kann man aus diesem Fall lernen? Ausgedehnte Anti- resorptiva-assoziierte Kiefernekrose (AR-ONJ) im rechten Unterkiefer durch rezidivierende Prothesendruckstellen unter tegumentaler Zahnersatzabstützung bei Freiendsituation distal Zahn 43 Universell einsetzbar Zuverlässige Haftkraft Hohe Abnutzungsresistenz Geringe Schichtstärke Farbstabil gegen Verfärbungen Gute Röntgenopazität Leichtes Entfernen der Überschüsse Adhäsives Kunststoffzement-System für alle prothetischen Materialien www.tokuyama-dental.de Tel 02505-938513 www.kaniedenta.de Tel 05221-34550 Prothese – Indirekte Restauration Einfache Anwendung ESTECEM II PASTE auftragen und andr¸ cken Beide Adh‰ sionsfl ‰ chen lufttrocknen UNIVERSAL BOND auf Prothesenbasis und Zahnstumpf applizieren NEU Eigenschaften Besuchen Sie uns auf der Fachdental in Stuttgart 20.10. bis 21.10.2017

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