Zahnärztliche Mitteilungen Nr. 11

Kopf, die dickere Wange und die große Zunge erforderten Umdenken und Behandlungsgeschick.“ Anschlie- ßend extrahierte sie ihm zwei schmer- zende, nicht erhaltungswürdige Zäh- ne. Aktuell sei der Patient schmerzfrei, jedoch sei noch viel zu tun, um eine orale Rehabilitation zu realisieren. Die Zahnärztin behandelt zusammen mit den drei anderen Behandlern noch etwa zehn andere übergewichti- ge Patienten in ihrer Praxis, deren Körpergewicht zwischen 150 und 160 Kilogramm liegt. Vor der Behandlung werden alle nach ihrem Gewicht ge- fragt, um die Belastungsgrenze des Behandlungsstuhls nicht auszureizen. Für die Zukunft wünscht sich die Zahnärztin, dass Fachkliniken die Be- handlung von stark übergewichtigen Patienten übernehmen, da diese bes- ser ausgestattet sind. „Die Zahl stark übergewichtiger Patienten wird sicher- lich noch zunehmen,“ prophezeit sie. Lüdecke hat sich für ihren Beruf ent- schieden, weil sie als Zahnärztin ihre handwerkliche Kreativität ausleben und ihrem Interesse für Ästhetik nach- gehen kann. Vor allem die Arbeit mit und am Menschen zeichnet für sie diesen Beruf aus. „Auch heute – nach fast 30 Jahren – kann ich sagen, dass mich meine Tätigkeit als Zahnärztin erfüllt und mir Freude bereitet.“ ak ERFAHRUNGSBERICHT DR. M.-C. MÜLLER DAS HOCHFAHREN IST DER KRITISCHE MOMENT FÜR DEN MOTOR „Wir hatten einen Patienten, der eine Zeit lang so richtig XXL war – und den wir trotzdem mutig wider besseres Wissen erst mal auf einen normalen Behandlungsstuhl gesetzt haben. Dies ging einige Termine lang gut, aber dann hat der Hubmotor aufgegeben, sich in einer Stellung verhakt, wo es nicht mehr vor- oder zurückging. Ob es letztlich allerdings der gewichtige Patient oder das Alter des Stuhls war, ist ja immer schwer zu sagen. Wir haben damals einfach einen neuen Stuhl gekauft und unsere Techniker gefragt, wie wir für die Zukunft solche Risiken besser ausschließen können. Deren Praxistipp: Das Hochfahren ist der kritischste Moment in puncto Motor- belastung. Bei solchen Patienten sei es am besten, den Stuhl erstmal leer in die gewünschte Position zu fahren, erst dann soll sich der Patient setzen. Die Rückenlehne herunterzufahren sei weniger kritisch als den gesamten Stuhl hoch- beziehungsweise herunterzufahen. Beim oben genannten XXL-Patienten haben wir allerdings kein Risiko mehr eingehen wollen: Wir haben ihm vorsichtig unsere Sorgen erklärt und gesagt, dass wir – bis das Gewicht unkritischer ist – ihn lieber nur auf einen Holzstuhl aus dem Wartezimmer setzen für die Behandlung, was für ihn okay war.“ Dr. Michal-Constanze Müller, M.A. „Integrated Practice in Dentistry“ Heidornstr. 2, 30171 Hannover 23.900,00 € * DENTALSYSTEME www.f1-dentalsysteme.de NEU zum Einführungspreis Alternativ mit hängenden Schläuchen Digitale Abformung F1 Einheit CAD/CAM Digitales Röntgen inkl. Montage, inkl. 24 Monate Garantie Garantieerweiterung auf 5 Jahre möglich, nach Abschluss eines F1-Protect-Vertrages. Endlich da! Die neue Behandlungseinheit F1 Arcus. Sie haben ab sofort die Möglichkeit, Ihren Intraoralscanner für die digitale Abformung direkt in die Behandlungseinheit zu integrieren. *Alle Preise in Euro zzgl. MwSt., Leasing möglich, Angebote freibleibend, Irrtümer vorbehalten. Abbildungen sind Beispiele und können nachpreispflichtige Ausstattung enthalten. PRAXIS | 53

RkJQdWJsaXNoZXIy MjMxMzg=