Zahnärztliche Mitteilungen Nr. 5

zm112, Nr. 5, 1.3.2022, (436) MKG-CHIRURGIE Wo bleibt der Zahn? Dentinom blockiert den Zahndurchbruch Jonas Wüster, Wolfgang D. Schmitt, Paula Korn, Steffen Koerdt Das ameloblastische Fibrodentinom (AFD) gehört zu den seltensten odontogenen Tumoren. Es wird meist in den ersten zwei Lebensdekaden als Zufallsbefund diagnostiziert, kann aber auch im Alter auftreten. Ein 9-jähriger Patient zeigte einen entsprechenden Befund im Bereich des rechten Kieferwinkels, der zur weiteren Abklärung an unsere Klinik überwiesen wurde. Zur Vorstellung brachte der Patient eine von seinem Hauszahnarzt angefertigte Panoramaschichtaufnahme mit, auf der sich der Zahn 47 retiniert und nach kaudal verlagert zeigte (Abbildung 1). Des Weiteren befand sich im Bereich des rechten Kieferwinkels eine ausgedehnte rundliche Verdichtung mit transluzentem Randbereich. Diese Raumforderung stand in direktem Kontakt zur Krone des retinierten und verlagerten Zahnes 47. Der Canalis mandibularis stellte sich nicht dar. Anamnestisch berichtete der Junge von keinerlei Einschränkungen, Schmerzen oder sonstigen Auffälligkeiten. Im Rahmen der klinischen Untersuchung zeigten sich zudem keine Auffälligkeiten im Bereich des N. alveolaris inferior / N. mentalis rechts. Intraoral war die Schleimhaut im Bereich des Kieferwinkels intakt, ohne Anhalt für eine entzündliche Veränderung. Palpatorisch stellte sich eine dezente, schmerzlose knöcherne Auftreibung vestibulär dar. Zur weiteren Diagnostik und OP-Planung Quelle: Zahnarztpraxis Deniz Cam Abb. 1: PSA mit retiniertem und verlagertem Zahn 47, zudem röntgendichter Befund im Bereich des Kieferwinkels rechts mit transluzentem Randsaum 66 | ZAHNMEDIZIN

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