Zahnärztliche Mitteilungen Nr. 10

zm112, Nr. 10, 16.5.2022, (1008) DENTALSCHOOL 25 Jahre im Dienst der Zahnheilkunde Seit ihrer Gründung im Jahr 1997 hat sich die Tübinger DentalSchool zu einem der größten deutschsprachigen Fort- und Weiterbildungsinstitute entwickelt. Die DentalSchool beobachtet seit nunmehr 25 Jahren die Entwicklungen der Zahnheilkunde, begleitet diese und bereitet die wichtigsten Impulse praxisgerecht auf. Im Interview erzählt ihr Gründer Prof. Dr. Rainer Hahn, wie die DentalSchool entstanden ist, welche Ziel sie verfolgt und was die Zukunft bringen soll. Mit welchem Ziel haben Sie die DentalSchool damals gegründet? Rainer Hahn: Nach beinahe zehn Jahren Hochschulkarriere an der Tübinger Universitäts-Zahnklinik habe ich mich 1997 entschieden, die Uni Zahnklinik zu verlassen. In diesem Jahr wurde die DentalSchool zunächst als „Privatinstitut für minimalinvasive Zahnerhaltung“ in Tübingen gegründet, mit dem primären Ziel, eine eigene Gesellschaft für Grundlagenforschung und angewandte Entwicklung zu etablieren. Bereits damals forschten wir an Hydroxyl- und Fluorapatit, an neuen Ultraschalltechnologien sowie an Polymeren und Hochleistungskeramiken, was später zu Produkten wie dem Vector-Verfahren, der ApaCare Zahnpflegeserie oder vielen neuen Bondings und Komposits führte. Noch im selben Jahr haben wir die ersten Fortbildungsveranstaltungen in eigener Regie durchgeführt. Gerne erinnere ich mich an die frühen Kurse zu Komposits oder zur Parodontologie in den ersten eigenen Räumen in Tübingen zurück. Ein besonderes Highlight war eine Live-Veranstaltung zur Parodontologie in der Sendung Stern TV mit Günther Jauch im Jahr 1999. Der Zuspruch war schnell so groß, dass wir unser Fortbildungsangebot über ganz Deutschland und Österreich ausgeweitet haben. Seither sind wir beinahe jedes Wochenende unterwegs gewesen. Wie geht die DentalSchool mit der zunehmenden Digitalisierung um? Rund um Ostern 2020 haben wir unser Team erweitert. Zusammen mit einem professionellen Regisseur haben wir ein erstes professionelles Studio eingerichtet und völlig neue OnlineFortbildungsformate entwickelt, jedoch unter Beibehaltung des gewohnten Dialogs mit unseren Teilnehmern. Aus Skripten entstanden neue Kurs-Bücher, die den Teilnehmern am Kurstag vorliegen. Für die wesentlichen Disziplinen bieten wir neue, umfassende Zertifizierungs-Curricula an, inklusive Abschlussprüfung und Zertifikat. Gerade jüngst sind wir in unser neues Studio umgezogen. Es umfasst zwei Vortragsplätze im Dialog und eine Technik, die wir aus den Fernsehnachrichten übernommen haben. Jede Veranstaltung wird aufgezeichnet und in einer neuen e-Bibliothek erfasst, sodass man ab sofort die wichtigsten Fortbildungen unabhängig von vorgegebenen Zeiten buchen und jederzeit wiederholen kann. Wenn sie auf die vergangenen 25 Jahre zurückblicken, worauf sind Sie besonders stolz? Wenn Sie mit Stolz Freude meinen, dann ist dies sicher, dass es uns über 25 Jahre bis heute gelungen ist, eine wiederkehrend große Zahl an Kolleginnen und Kollegen aller Altersgruppen für unsere Fortbildungen zu begeistern. Vielfach haben sich persönliche Freundschaften entwickelt und nicht selten sind heute deren Jugend und Nachfolger mit derselben Begeisterung dabei. Wenn Sie mit Stolz aber Zufriedenheit meinen, dann beziehe ich diese aus der Faszination, unsere Fortbildungsinhalte und -formate immer wieder an den rasanten Entwicklungsfortschritt der Zahnheilkunde anzupassen und stets aufs neue bisheriges „Wissen“ mit Neugier zu hinterfragen. Was ist für die Zukunft geplant? Wir haben viele Ideen, wie man die zahnärztliche Fortbildung aber auch die Ausbildung weiterentwickeln kann und sollte. Der Wissenszuwachs kann vom Einzelnen kaum mehr überblickt werden und Spezialisierungen alleine reichen für eine gute Zahnheilkunde an immer komplexeren Fällen im Zuge unseres demografischen Wandels nicht aus. Die Antwort aus unserer Sicht liegt im Fortschritt der Digitalisierung neuer Lehrformate und KI Systeme, an deren Entwicklung wir maßgebend mitwirken wollen. DentalSchool DentalSchool

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