Leserforum Einige Formulierungen in diesem Artikel sind wirklich sehr unglücklich gewählt. Es fängt bereits damit an, dass unter dem Bild eines stillenden Kindes der Vergleich Kuhmilch vs. Muttermilch bezüglich des Zuckergehalts aufgezeigt wird! Das mag faktisch stimmen, jedoch suggeriert es doch in jeglicher Hinsicht, Kuhmilch sei die bessere Wahl. Des Weiteren frage ich mich, was und wer mit „bestimmten Bevölkerungsgruppen“ in Deutschland gemeint ist?! Zudem sollten Eltern aufgeklärt werden, rechtzeitig auf feste Kost umzustellen. Hat irgendjemand der Verfasser selbst Kinder? Denn aus Elternsicht ist dies ein weiterer Tiefpunkt von so unendlich vielen in unserer heutigen Gesellschaft, der zu absolut nichts außer weiterer Verunsicherung führt! Das biologische Abstillalter liegt wohlgemerkt zwischen zwei und sieben Jahren, und dafür gibt es genug Gründe. Ein Blick auf die letzten Naturvölker lohnt sich hier. Und selbst wenn abgestillt wird oder von vorneherein Flaschennahrung gegeben wird, ist es realitätsfern zu glauben, dass ein Kind keine Muttermilch/Flaschennahrung mehr benötigt nach 12 bzw. 24 Monaten, auch oder gerade nachts. Kariesentstehung ist, wie wir wissen, multifaktoriell und anstatt Eltern weiter zu verunsichern, sollten sie darin bestärkt werden, die Bedürfnisse der Kinder anzunehmen. Meiner Meinung nach muss der Fokus ganz klar auf die optimale Gestaltung der Rahmenbedingungen gelegt werden, so dass eine lange Stillbeziehung unterstützt und gefördert wird, so lange das Kind eben nun mal stillen möchte. Anne-Kristin Koch Homberg STILLEN AUS ZAHNMEDIZINISCHER SICHT Eltern nicht weiter verunsichern! Zum Artikel „Aus der Wissenschaft: Wie lange sollte aus zahnmedizinischer Sicht gestillt werden?“ in zm 22/2025, S. 24-25. Die zm-Redaktion ist frei in der Annahme von Leserbriefen und behält sich sinnwahrende Kürzungen vor. Außerdem behalten wir uns vor, Leserbriefe auch in der digitalen Ausgabe der zm und bei www.zm-online.de zu veröffentlichen. Bitte geben Sie immer Ihren vollen Namen und Ihre Adresse an und senden Sie Ihren Leserbrief an leserbriefe@zm-online.de oder an die Redaktion: Zahnärztliche Mitteilungen, Chausseestr. 13, 10115 Berlin. Anonyme Leserbriefe werden nicht veröffentlicht. Foto: ©Federico Rostagno - stock.adobe.com zm116 Nr. 01-02, 16.01.2026, (2052)
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