zm116 Nr. 01-02, 16.01.2026, (2064) 22 | POLITIK von Kindern beeinträchtigt. Tatsächlich scheint das Gegenteil der Fall zu sein“, bekräftigt Hauptautor John Robert Warren. Diese Studie beantworte zwar nicht die Frage, warum die Exposition gegenüber empfohlenen Fluoridkonzentrationen mit einer verbesserten kognitiven Leistungsfähigkeit einhergeht, schließe jedoch eine Lücke in der bisherigen Forschung. Fazit: Fluorid fördert offenbar die kognitive Entwicklung Die Forschenden räumen ein, dass in der Studie detailliertere Informationen über die Wohnorte der Studienteilnehmer von der Einschulung bis zum späten Jugendalter fehlen: „Wir waren jedoch gezwungen, die Probanden den Gemeinden zuzuordnen, in denen sie die weiterführende Schule besuchten.“ Außerdem konnten sie nicht exakt bestimmen, wie viel Fluorid die Studienteilnehmer aufnahmen; stattdessen mussten sie offizielle Informationen über die Wasserzusammensetzung als Näherungswert verwenden. Außerdem hätten sie sich Informationen über die Fluoridexposition der Teilnehmer im gesamten Erwachsenenalter gewünscht. Ihr Fazit: „Trotz dieser Einschränkungen liefern unsere Ergebnisse starke Belege dafür, dass die Fluoridexposition – in Konzentrationen, wie sie üblicherweise in den Vereinigten Staaten vorkommen und die für politische Debatten über die Fluoridierung des Trinkwassers relevant sind – Vorteile für die kognitive Entwicklung von Jugendlichen hat und schlimmstenfalls nicht schädlich für die kognitive Leistungsfähigkeit im späteren Leben ist.“ ck Zitierte Studien: 1. Taylor KW, Eftim SE, Sibrizzi CA, et al. Fluoride Exposure and Children’s IQ Scores: A Systematic Review and Meta-Analysis. JAMA Pediatr. 2025;179(3):282–292. doi:10.1001/jamapediatrics.2024.5542 2. Kumar JV, Moss ME, Liu H, Fisher-Owens S. Association between low fluoride exposure and children's intelligence: a meta-analysis relevant to community water fluoridation. Public Health. 2023 Jun;219:7384. doi: 10.1016/j.puhe.2023.03.011. Epub 2023 Apr 28. PMID: 37120936. Originalstudie:John Robert Warren et al., Childhood fluoride exposure and cognition across the life course. Sci. Adv.11, eadz0757 (2025). DOI:10.1126/sciadv. adz0757DOI:10.1126/sciadv.adz0757 Fluoridexposition an den untersuchten High Schools: Die Punkte markieren die Standorte der Schulen. Blaue Punkte zeigen an, dass die Schüler von der Einschulung bis zur 12. Klasse ausreichend Fluorid ausgesetzt waren; graue Punkte, dass die sie nie ausreichend Fluorid erhielten; und orange Punkte, dass sie im Laufe ihrer Kindheit zu einem bestimmten Zeitpunkt ausreichend Fluorid erhielten [Warren et al., 2025]. Die Forschenden räumen ein, dass in der Studie detailliertere Informationen über die Wohnorte der Studienteilnehmer von der Einschulung bis zum späten Jugendalter fehlen. Dennoch gebe es trotz dieser Einschränkunge „keine glaubwürdigen wissenschaftlichen Beweise für die Behauptung gibt, dass die Zugabe von Fluorid in empfohlenen Mengen zum kommunalen Trinkwasser den IQ von Kindern beeinträchtigt“, resümieren die Studienautorinnen und -autoren.
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