70 | PRAXIS PROFESSIONELLE GESTALTUNG DER PRAXIS-WEBSITE Barrierefreiheit meets Customer Journey Nadja Alin Jung Die Website einer Zahnarztpraxis hat sich von einem reinen Informationsmedium zu einem zentralen Instrument der Patientengewinnung und -bindung entwickelt. Oft ist sie der erste Kontaktpunkt zwischen Patient und Praxis – und damit ein entscheidender Faktor für die Wahrnehmung von fachlicher Kompetenz und Vertrauenswürdigkeit. Neben der Barrierefreiheit gewinnt auch die Gestaltung der „Customer Journey“ zunehmend an Bedeutung. Mit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG), das seit Juni 2025 in Kraft ist, rückt das Thema auch für Arzt- und Zahnarztpraxen zunehmend in den Fokus. Doch auch wenn nicht jede Praxis unmittelbar gesetzlich verpflichtet ist, gilt: Wer digitale Services anbietet, sollte Barrierefreiheit unbedingt mitdenken – rechtlich, aber vor allem im Sinne der Patienten. Denn viele Anforderungen an die Barrierefreiheit verbessern die Benutzerfreundlichkeit für alle Nutzer. Eine barrierefreie Website bedeutet vor allem eines: Sie ist für alle Menschen zugänglich und verständlich – unabhängig von Einschränkungen, Alter oder technischen Voraussetzungen. Grundlage dafür sind die internationalen WCAG-Richtlinien (Web Content Die „Customer Journey“ (deutsch: „Kundenreise“) beschreibt den gesamten Weg, den ein Kunde mit einem Unternehmen oder einer Marke durchläuft – von der ersten Wahrnehmung bis hin zum Kauf. Ist die Customer Journey der Praxis-Website gut gestaltet, findet der Nutzer schnell den Weg zur Terminbuchung. Foto: Rosi-stock.adobe.com zm116 Nr. 09, 01.05.2026, (736) 5 TIPPS ZUR RICHTIGEN PATIENTENANSPRACHE 1. Achten Sie auf gut gegliederte Textpassagen, die Informationen verständlich vermitteln und die Sprache des Nutzers sprechen. 2. Storytelling: Sie wollen Vertrauen gewinnen! Holen Sie den Nutzer deshalb auch auf emotionaler Ebene ab. Ansprechende Fotos auf der Website leisten das, was reine Textinformationen nicht können. 3. FAQ-Elemente: Sie möchten die Fragen des Nutzers sofort beantworten und binden daher eine FAQ-Rubrik ein – am besten auf der Startseite. 4. Download-Angebote: Um dem Informationsbedürfnis des Nutzers gerecht zu werden, bieten Sie Patientenflyer und Infobroschüren zum Download an. 5. Call-to-Action-Buttons: Erinnern Sie den Nutzer daran, einen Termin zu vereinbaren. Optisch einladende Buttons mit Verlinkung zur Online-Terminbuchung zahlen sich aus.
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