EDITORIAL | 3 Der Weg in die richtige Richtung minvergabe über Consent-Tools bis zu Informationen zum Behandlungsspektrum – viele Leistungen werden mittlerweile dort angeboten. Dabei wird oft viel Aufwand in Gestaltung und Technik investiert. Aber mindestens genauso wichtig ist die rechtliche Absicherung. Unsere Experten erklären, worauf zu achten ist, damit Sie nicht in teure Fallen tappen. Außerdem haben wir mit dem Vorstandsvorsitzenden der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt. Dr. Jochen Schmidt, darüber gesprochen, wie sich der von der Bundesregierung geplante Fachzahnarztvorbehalt für kieferorthopädische Behandlungen auf die Versorgung in seinem Bundesland auswirken würde. Sein Urteil ist klar: Die negativen Folgen für das ostdeutsche Flächenland wären massiv. Das vollständige Interview lesen Sie in diesem Heft. Viel Spaß bei der Lektüre Sascha Rudat Chefredakteur Die Bundesregierung hat kürzlich einen Vorstoß gestartet, die Unabhängigkeit von Steuerberatern gesetzlich zu sichern und den Einfluss externer Finanzinvestoren in Steuerberatungskanzleien auszuschließen. Das sogenannte Steuerberatungsänderungsgesetz sieht noch einige weitere Punkte vor, aber dieser Kurswechsel lässt aufhorchen. Offenbar hat man in der Bundesregierung erkannt, dass es sich mit bestimmten Berufen nicht verträgt, wenn internationale Finanzinvestoren das Zepter übernehmen. Der Bundesrat hat den Vorstoß zunächst einmal gestoppt, aber das ist der Weg in die richtige Richtung. Die Bundeszahnärztekammer und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung weisen deshalb zurecht darauf hin, dass dies auch für den freien Zahnarztberuf zu gelten habe. Die Problematik ist der Politik ja seit Langem bekannt. Wir erinnern uns noch an die markigen Worte von Ex-Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, dass Finanzinvestoren „ihr letztes schönes Weihnachten“ erleben würden. Seitdem haben sie schon ein paar Mal wieder fröhlich gefeiert. Man darf gespannt sein, ob die aktuelle Bundesgesundheitsministerin neben ihren sonstigen Gesetzesvorhaben vielleicht auch mal Zeit findet, sich dieses nicht unwichtigen Themas anzunehmen. Ein anderes Dauerthema sind Fluorid und seine möglichen Ersatzstoffe. Unbestritten sind die Erfolge von Fluorid bei der Kariesprävention in den vergangenen Jahrzehnten. Doch neue Wirkstoffe wie Hydroxylapatit, Keratin oder selbstorganisierende Peptide drängen auf den Markt und erheben den Anspruch, eine Alternative zu sein. Doch was ist da wirklich dran? Gibt es belastbare Evidenzen? Und warum sollte man überhaupt Fluorid ersetzen? Unser Experte hat sich genau angeschaut, was nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft haltbar ist und was nur Marketing-Verkündungen sind. Die Entscheidung für eine eigene Praxis ist für viele Zahnärztinnen und Zahnärzte oft DER zentrale Schritt in ihrem Berufsleben. Welche Überlegungen spielen dabei eine Rolle, welcher Weg wird konkret eingeschlagen, was ist Praxisgründerinnen und -gründern besonders wichtig? Im zmStarter-Teil dieser Ausgabe stellen wir die Studie „Berufsbild angehender und junger Zahnärztinnen und Zahnärzte“ vor, die das Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) durchgeführt hat. Dazu wurden vor allem die Befragungsergebnisse von 622 Personen ausgewertet, die ihre Praxis in den Jahren 2021 und 2022 neu gegründet haben. Der erste Teil der vierteiligen Serie beschäftigt sich mit dem Weg in die Niederlassung. Welche Faktoren prägen den persönlichen Gründungsweg? Die nächsten Teile befassen sich mit den Themenkomplexen „Familie und Niederlassung“, „Strukturen neu gegründeter Praxen“ und „Herausforderungen bei der Niederlassung“. Die Praxis-Website ist heutzutage oft der erste Kontaktpunkt für neue Patientinnen und Patienten. Von der Online-TerFoto: Lopata/axentis
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