Zahnaerztliche Mitteilungen Nr. 13-14

Gesundes Verhalten lässt sich umso schwerer aufrechterhalten, je weiter unten auf der sozialen Leiter man sich befindet. Frühere Erklärungen für soziale Ungleichheiten haben sich vor allem auf individuelle Verhaltensweisen konzentriert und die sozialen Determinanten von Gesundheit und Krankheit vernachlässigt. Lange Zeit waren auch die vorherrschenden Ansätze zur Förderung von Gesundheit auf einzelne und spezifische Krankheiten gerichtet und haben die Mundgesundheit von der Allgemeingesundheit getrennt. Zunehmend werden die gemeinsamen Risikofaktoren deutlich, die einer Vielzahl bedeutender chronischer Krankheiten gemein sind, einschließlich der Krankheiten des Mundes und derZähne. 32 | ZAHNMEDIZIN SECHSTE DEUTSCHE MUNDGESUNDHEITSSTUDIE (DMS • 6) Chronische Erkrankungen beeinflussen sich gegenseitig A. Rainer Jordan Chronische, nichtübertragbare Krankheiten, darunter Zahnkaries und Parodontalerkrankungen, stellen weltweit ein erhebliches Problem der öffentlichen Gesundheit dar. Zudem besteht ein soziales Gesundheitsgefälle – Menschen mit niedrigem Sozialstatus sind vermehrt von chronischen Erkrankungen betroffen. zm116 Nr. 13-14, 16.07.2026, (1082) DMS • 6 EN DÉTAIL Alle Informationen und Erkenntnisse der Sechsten Deutschen Mundgesundheitsstudie in fünf Beiträgen: n zm 10/2026: Karies n zm 11/2026: Restaurationen n zm 12/2026: Parodontitis n zm 13-14/2026: Systemerkrankungen n zm 15-16/2026: Fazit – Bedeutung der Ergebnisse für die Versorgung Wer an Diabetes erkrankt ist oder an Herz-Kreislauf-Problemen leidet, hat auch häufiger Parodontitis oder weniger funktionstüchtige Zähne. Foto: Sudarsan Thobias – stock.adobe.com

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