36 | GESELLSCHAFT Gemeinden beteiligt. CholmakowBodechtel: „Wir betreiben viel Aufwand, um unsere Legitimation zu untermauern und um zu zeigen, dass wir nichts im Schilde führen, sondern dass es um Forschung zum Wohle der Allgemeinheit geht.“ Den Kontakt halten und Abwechslung bieten An einer zweiten sozialwissenschaftlichen Befragung und zahnmedizinischklinischen Untersuchung im Rahmen der Längsschnittbetrachtung für die DMS · 6 nahmen schließlich 372 jüngere Erwachsene, 342 ältere Erwachsene sowie 375 ältere Seniorinnen und Senioren teil, die zum Zeitpunkt der DMS V in der jeweils jüngeren Altersgruppe mitgewirkt hatten. Eine von ihnen ist Janet GerlachNestler aus Sachsen. Sie war im Jahr 2015 per Brief zur Teilnahme an der DMS V aufgefordert worden. „Mein erster Gedanke war: Warum ich?“, blickt die 56-Jährige zurück. „Aber dann fand ich es gut, die zahnmedizinische Forschung zu unterstützen. Auch, weil gesunde und schöne Zähne ein wichtiges Thema für mich sind.“ Die Kommunikation im Rahmen der Studie empfand sie als angenehm. „Ich bekam regelmäßig Post, aber nicht zu oft“, sagt sie. „Unter anderem wurden mir die Studienergebnisse zugesendet oder es kam eine Postkarte mit der Frage, ob sich meine Adresse geändert habe.“ Bei langen Laufzeiten spiele die PanelPflege eine große Rolle, betont Cholmakow-Bodechtel. Man müsse behutsam damit umgehen, wie oft man die Teilnehmenden kontaktiert und auf welche Weise. Für die DMS · 6 wurden die Personen im Panel circa alle sechs Monate schriftlich kontaktiert. Für die Anschreiben hat sich das Oracle-Team immer wieder Neues einfallen lassen. „Es waren Bilderrätsel rund um das Thema Zahn dabei, Malwettbewerbe für die Kinder, saisonale Grüße wie zum Beispiel ein Zahn aus Schnee, Kreuzworträtsel und interaktive Aktionen“, erzählt die Projektverantwortliche. Das habe gut funktioniert – vor allen Dingen bei den Hochaltrigen im Panel. Die hätten zum Teil angerufen, um sich für die nette Post zu bedanken. „Man merkt, dass die einzelnen Alterskohorten auf unterschiedliche Incentives reagieren. Die Jugendlichen motiviert man gut mit monetären Anreizen, bei den Älteren kann es schon die Freude über die Kontaktaufnahme an sich sein“, so Cholmakow-Bodechtel. Für Studienteilnehmerin Gerlach-Nestler war es der Gedanke, etwas für das Gemeinwohl zu tun. Für sie steht daher fest: „Sollte ich noch mal angeschrieben werden, mache ich wieder mit!“ sth zm116 Nr. 13-14, 16.07.2026, (1086) „Als ich die Aufforderung bekommen habe, an der Studie teilzunehmen, war mein erster Gedanke: Warum ich?“ Probandin Janet Gerlach-Nestler Hier ist es gelungen, die Probandin zur Teilnahme an der zahnmedizinischen Befragung zu gewinnen. Vielleicht lag es ... Foto: Oracle Deutschland ... an den Postkarten, die Oracle regelmäßig an alle Personen im Panel verschickt. Foto: DMS, Designcy Studio – stock.adobe.com
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