50 | ZAHNMEDIZIN zentrale Voraussetzung hierfür ist die exakte räumliche Zuordnung der Oberflächenmodelle zu den radiologischen Volumendaten. Während die Planung der Implantatposition primär auf den DVT-Daten basiert, erfolgt die Konstruktion der Bohrschablone auf Grundlage der intraoral erfassten Zahn- und Weichgewebsoberflächen. Bereits geringe Abweichungen bei der Überlagerung dieser Datensätze können zu klinisch relevanten Ungenauigkeiten führen. Daher ist neben der softwaregestützten Registrierung stets eine abschließende kritische Kontrolle durch den Behandler erforderlich, um potenzielle Fehlerquellen zu identifizieren und zu beheben. In diesem Zusammenhang sind auch die Qualität der verwendeten Schnittstellen sowie die Kompatibilität der eingesetzten Technologien von entscheidender Bedeutung. Primär haben die Intraoralscans und die DVT kein einheitliches Koordinatensystem und müssen im Verlauf der Implantatplanung in einem Koordinatensystem zueinander zugeordnet werden. Dieser Vorgang wird als Matching bezeichnet. Das Matching von Intraoralscans und DVT-Daten erfolgt häufig anhand der Zahnoberfläche. Die Zahnoberfläche wird sowohl in Intraoralscans als auch in DVT-Daten angezeigt. Flächen auf der Zahnoberfläche werden entweder durch den Behandler beziehungsweise Anwender der Planungssoftware markiert und durch die Software für das Matching verwendet (semiautomatisches Matching) oder ohne vorherige Markierung durch die Software gematcht (automatisches Matching). Die Darstellung der Zahnoberfläche in der DVT kann durch Bildartefakte beeinträchtigt werden. Je höher die Anzahl der Restaurationen, desto stärker die Ausprägung der Artefakte und die Probleme bei der Erkennung der Zahnoberfläche für das Matching. Neben der Zahnoberfläche können auch Referenzmarker in die Mundhöhle eingebracht werden, die das Matching erleichtern beziehungsweise verbessern sollen. Das Einbringen von Referenzmarkern wird insbesondere empfohlen, wenn in der DVT ausgeprägte Bildartefakte durch ausgedehnte Restaurationen zu erwarten sind. Anfertigung von Bohrschablonen Die Bedeutung einer korrekten Zuordnung von Intraoralscan und DVT liegt bei der geführten Implantatinsertion auf der Hand. Die Implantatposition wird in der Regel mithilfe der DVT festgelegt. Nach der Festlegung zm116 Nr. 13-14, 16.07.2026, (1100) Abb. 3: Entwurf einer Bohrschablone auf der Zahnoberfläche, die im Intraoralscan dargestellt wird: Das DVT weist ausgeprägte Artefakte auf, die durch vorhandene Implantate und Restaurationen verursacht werden. Foto: Uniklinik Freiburg CME AUF ZM-ONLINE IOS in der Implantatplanung Für eine erfolgreich gelöste Fortbildung erhalten Sie zwei CME-Punkte der BZÄK/DGZMK.
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