Zahnaerztliche Mitteilungen Nr. 13-14

ZAHNMEDIZIN | 49 betrugen 90 µm, und deren Wiederholungsgenauigkeit (Präzision) lag jeweils unter 100 µm [Kong et al., 2022]. Aus diesen und vielen weiteren publizierten Daten ergibt sich die Annahme, dass die Genauigkeit von Intraoralscans für die Implantatplanung ausreicht. Der Umweg über konventionelle Abformungen, die Herstellung von Gipsmodellen und deren Digitalisierung wird dadurch nicht ausgeschlossen, ist jedoch nicht erforderlich. Der Intraoralscan dient in der Implantatplanung auch zur Erfassung der statischen Okklusion. Mit der Erfassung von Ober- und Unterkieferscans wird auch ein Okklusionsscan durchgeführt, so dass beide Kiefer in Okklusion gespeichert und in die Implantatplanungssoftware importiert werden können. Das setzt voraus, dass eine ausreichende Anzahl an Zähnen in den Stützzonen vorhanden ist, da ein Okklusionsscan ansonsten nicht ohne weiteres möglich ist oder die Zuordnung durch den Intraoralscanner nicht erfasst werden kann. Der Import der Okklusionsbeziehungen von Ober- und Unterkiefer in die Implantatplanungssoftware mittels Intraoralscans ist von Bedeutung, wenn die DVT im gesperrten Biss angefertigt wird. Dieses Vorgehen wird empfohlen, um das Matching von Intraoralscans und DVTs, das in der Regel über die Zahnoberflächen erfolgt, zu vereinfachen. Matching von Intraoralscans undDVT Die Kombination von Intraoralscan und DVT-Daten ermöglicht auf dieser Basis patientenspezifische Bohrschablonen für die geführte Implantatinsertion digital zu entwerfen und anschließend herzustellen. Eine zm116 Nr. 13-14, 16.07.2026, (1099) Abb. 2: Für die digitale Implantatplanung erfolgt das Matching der DVT (a) und des Intraoralscans (b) zu einem kombinierten Modell mit der Information aus DVT und Intraoralscan (c). Foto: Charité, Berlin n 2004–2010: Studium Zahnheilkunde, Charité Universitätsmedizin Berlin n 2013: Promotion, AlbertLudwigs-Universität Freiburg n 2015/2016: Stipendium an der ACTA Amsterdam, Freie Universität Amsterdam, Niederlande n 2016: Fachzahnärztin für zahnärztliche Chirurgie n 2018: Habilitation, AlbertLudwigs-Universität Freiburg n 2020: Professorin für „Digitale Technologien für die Rehabilitation von Patienten mit komplexen Gesichtsdefekten“, Charité Universitätsmedizin Berlin n 2024: Vorstandssprecherin des Einstein-Zentrums für Digitale Zukunft (ECDF) Berlin Prof. Dr. Tabea Flügge Charité Universitätsmedizin Berlin Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Campus Benjamin Franklin Hindenburgdamm 30, 12203 Berlin Foto: www.eventfotosberlin.de Prof. Dr. Susanne Nahles Charité Universitätsmedizin Berlin Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Campus Benjamin Franklin Hindenburgdamm 30, 12203 Berlin Foto: privat Jun.-Prof. Dr. med. dent. Florian Kernen Klinik für Mund-, Kieferund Gesichtschirurgie – Plastische Operationen, Universitätsklinikum Freiburg Hugstetter Str. 55, 79106 Freiburg Foto: atelierkorak ag a c b

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