Zahnaerztliche Mitteilungen Nr. 13-14

52 | ZAHNMEDIZIN zm116 Nr. 13-14, 16.07.2026, (1102) DIE DIGITALE IMPLANTATPLANUNG AM PATIENTENFALL Das Patientenbeispiel zeigt die virtuelle Implantatplanung auf Basis von Intraoralscans und DVT, die schablonengeführte Implantatinsertion sowie das Ergebnis der prothetischen Versorgung. Abb. 4: Die Patientin stellte sich mit einer Längsfraktur des Zahnes 21 in der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Freiburg vor. In regio 11 war bereits ein osseointegriertes Implantat vorhanden. Der Zahn 21 wurde minimalinvasiv entfernt. Abb. 5: Die Lücke wurde mit einem auf dem Implantat in regio 11 verschraubten Provisorium versorgt. Nach einer Ausheilungszeit von 16 Wochen wurde das Implantat in regio 21 geplant. Abb. 6: Hierfür wurde ein Intraoralscan mit dem eingesetzten Provisorium angefertigt, der die Vorgabe für die definitive prothetische Versorgung und somit für die Implantatposition lieferte. Zusätzlich wurde eine DVT angefertigt. Abb. 7: Die virtuelle Implantatplanung mit der Software ICX-Magellan X berücksichtigte die prothetisch-orientierte Implantatposition, die anhand des Intraoralscans von Provisorium und Nachbarzähnen bestimmt wurde sowie die knöcherne Anatomie in regio 21. der Implantatposition erfolgt für die weiteren Schritte ein Wechsel zum Intraoralscan. Die Bohrschablone mit der darin enthaltenen Bohrhülse wird auf dem Intraoralscan entworfen und darauf basierend hergestellt. Wenn ein fehlerhaftes Matching zwischen Intraoralscan und DVT zugrunde liegt, wird zwar die Bohrschablone passgenau auf den Zähnen positioniert, die darin kodierte Implantatposition wird jedoch von der Planung abweichen, so wird das Implantat bei Einhaltung des Bohrprotokolls durch die Bohrschablone in falscher Position eingebracht. Die Daten eines Intraoralscans können als Basis für das Computer-Aided Design (CAD) und die Herstellung von Führungsschablonen in der Implantologie verwendet werden. Für dynamisch navigierte Implantatinsertionen ist die Bedeutung des Intraoralscans für die prothetische Planung sowie für die Durchführung ähnlich zu bewerten wie bei der statisch geführten Implantatinsertion, da die Refe-

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