NACHRICHTEN | 75 zm116 Nr. 13-14, 16.07.2026, (1125) NEWS ZUSAMMENHANG ZWISCHEN DIÄTMUSTERN UND KREBS Ernährung beeinflusst bei Frauen Mundhöhlenkrebs-Risiko Frauen, die sich weniger gesund ernähren, haben laut einer USStudie ein höheres Risiko für Mundhöhlenkarzinome. Bei Männern zeigte sich dieser Zusammenhang nicht. Die Forschenden untersuchten bei mehr als 210.000 Teilnehmenden über einen Zeitraum von bis zu 30 Jahren die Risikofaktoren für schwere chronische Erkrankungen. Die Ernährungsqualität wurde alle vier Jahre mittels eines Fragebogens erfasst. Die Angaben der Probandinnen und Probanden wurden mit zwei Ernährungsmustern und einem -maß abgeglichen: Prudent Diet (PD): hoher Anteil an Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Fisch; Western Diet: hoher Anteil an rotem und verarbeitetem Fleisch, raffiniertem Getreide, Desserts und Zucker-Drinks sowie dem Alternative Healthy Eating Index (AHEI): erfasst Lebensmittel, die das Risiko chronischer Erkrankungen beeinflussen. In dem Zeitraum wurden 124 neue Fälle bei Frauen und 102 bei Männern identifiziert. Bei Frauen mit einem mittleren Ausgangsalter von 43 Jahren hatten jene mit der geringsten PD-Übereinstimmung eine nahezu doppelt so hohe Rate an Mundhöhlenkarzinomen wie jene mit der höchsten Übereinstimmung. Frauen mit den ungünstigsten AHEI-Werten hatten eine etwa doppelt so hohe Krebsrate wie Frauen mit den günstigsten Werten; selbst nach der Berücksichtigung von Rauchen, Alkoholkonsum und Körpergewicht. Besonders auffällig war der Zusammenhang in einer Untergruppe von Frauen, die nicht oder wenig rauchten sowie keinen oder nur wenig Alkohol tranken: Hier war eine geringe PD-Übereinstimmung mit einer etwa dreifach höheren Rate an Mundhöhlenkarzinomen verbunden als bei Frauen mit besserer Übereinstimmung. Die Ernährungsqualität kann für Frauen daher ein relevanter Risikofaktor sein – auch ohne klassische Expositionen wie Tabak und Alkohol. Bei Männern gab es einen solchen statistisch signifikanten Zusammenhang nicht. Die Forschenden stellten abschließend klar, dass das absolute Ausgangsrisiko insgesamt niedrig bleibt. Die Forschenden stellten abschließend klar, dass das absolute Ausgangsrisiko insgesamt niedrig bleibt. Der in der Studie beobachtete Risikoanstieg entsprach zwei zusätzlichen Fällen pro 100.000 Personenjahre. Die Ergebnisse sollten daher als Hinweis auf einen möglichen Zusammenhang verstanden werden, nicht als Kausalnachweis. Useche M, Gomez-Castillo L, Cushing-Haugen K et al. Poor Diet and Oral Cavity Cancer Risk in Smoking and Non-Smoking Men and Women: An Analysis of Three US Cohorts. Head Neck. 2026 May 13. doi: 10.1002/hed.70317. Epub ahead of print. PMID: 42129592. OBERPFÄLZER ZAHNALTGOLD-SAMMELAKTION 250.000 Euro für die Kinderkrebsforschung! Wie die Bayerische Landeszahnärztekammer (BLZK) mitteilt, ist bei der Zahnaltgold-Sammelaktion in der Oberpfalz mit 250.000 Euro eine Rekord-Spendensumme zusammengekommen. Das Geld fließt in die Kinderkrebsforschung am Universitätsklinikum Regensburg (UKR). Ende Juni überreichten BLZK-Präsident Dr. Dr. Frank Wohl und Dr. Elmar Baumer, Vorsitzender des Lions Hilfswerks Weiden, den Spendenscheck in Höhe von 250.000 Euro. Die Spende ist für das Projekt „Franzi“ bestimmt und unterstützt damit den geplanten Neubau des Forschungszentrums für Kinderonkologie, Herz und seltene Erkrankungen am UKR. Mit dem geplanten Neubau soll eine moderne Laborinfrastruktur entstehen, so dass wissenschaftliche Erkenntnisse noch schneller in die Behandlung erkrankter Kinder überführt und individuelle Therapien weiterentwickelt werden können. Bayern stellt dafür fünf Millionen Euro bereit; durch Spenden sollen weitere fünf Millionen Euro eingeworben werden. „Die Grundlage für diese außergewöhnliche Spendensumme bildet das Engagement zahlreicher Bürgerinnen und Bürger aus der Oberpfalz“, betonte Wohl, der die Aktion organisiert hatte. Er sei „unbeschreiblich stolz“ auf seine Kolleginnen und Kollegen, die durch ihre tatkräftige Unterstützung soziale Projekte in der Region entscheidend voranbringen. „Es ist nicht so, dass einfach eine Spendendose an der Rezeption der Zahnarztpraxis aufgestellt wird. Als Zahnarzt muss man sich trotz des durchbürokratisierten Praxisalltags die Zeit nehmen, die Patienten über den Spendenzweck aufzuklären.“ Der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Markus Blume, begleitete die Übergabe und lobte das „beeindruckende bürgerschaftliche Engagement“. Die Initiative wird von der Bayerischen Landeszahnärztekammer (BLZK), der Oberpfälzer Zahnärzteschaft und dem Lions Club Weiden getragen. Foto: © Universitaetsklinikum Regensburg, Franziska Holten
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