Zahnaerztliche Mitteilungen Nr. 17

38 | TITEL nen zum Verlust des transplantierten Zahnes führen, hängen aber möglicherweise auch mit nicht optimalen Transplantationssituationen oder -verfahren zusammen. Im vorliegenden Fall ließen die Wurzelform, die Passgenauigkeit, optimale chirurgische Bedingungen und das Patientenprofil vorab eine positive Prognose erwarten. Aufgrund der unterschiedlichen chirurgischen Methoden besteht Bedarf an konsensbasierten klinischen Protokollen, um die Autotransplantation als Standardbehandlung zu verankern und nicht als exotischen alternativen Therapieansatz zu betrachten [GarcíaMiralles et al., 2025]. Zwar hängt der Erfolg in erster Linie von der richtigen Fallauswahl und in zweiter Linie vom chirurgischen Geschick ab, doch sind in naher Zukunft aufgrund von Fortschritten in der Biotechnik, bei der KIgestützten Planung und regenerativen Therapien positivere Ergebnisse zu erwarten, die den Einsatz der Autotransplantation in der modernen Zahnmedizin weiter ausweiten werden [Meto et al., 2025]. Fazit Die Autotransplantation stellt damit bei Zahnverlust, insbesondere in der Kindheit und in der Jugend, eine kostengünstige und biologisch sehr erfolgreiche Therapiealternative zu aufwendigen kieferorthopädischen, prothetischen oder späteren implantologischen Behandlungen dar. Im Vergleich zu herkömmlichen Behandlungsmöglichkeiten ist ein natürlicher Zahn jeder künstlichen Alternative vorzuziehen. Eine individuelle, sorgfältige Planung, ein interdisziplinär gut abgestimmtes Vorgehen und eine gute Compliance sind dabei essenziell für den Transplantaterfolg. Zudem müssen regelmäßige Kontrollen der Vitalität, der Mobilität und der Farbe sowie radiologische Nachuntersuchungen durchgeführt werden. „ Dieser Beitrag beruht in Teilen auf dem Kapitel oralchirurgische Verfahren aus dem Buch Kinderzahnheilkunde in der Praxis (Herausgeber Ch. H. Splieth, R. M. Santamaria, J. Schmoeckel, Quintessenz Verlag 2024) zm116 Nr. 17, 01.09.2026, (1280) Foto: Christian Splieth ZM-LESERSERVICE Die Literaturliste kann auf www.zm-online.de abgerufen oder in der Redaktion angefordert werden. Dr. med. dent. Maria Abdin, M.Sc. Klinik und Poliklinik für Mund-KieferGesichtschirurgie / Plastische Operationen, Universitätsmedizin Greifswald Fleischmannstr. 10, 17475 Greifswald maria.abdin@uni-greifswald.de Foto: privat Prof. Dr. Christian H. Splieth Leiter der Poliklinik für Kinderzahnheilkunde ZZMK Universitätsmedizin Greifswald Walther-Rathenau-Str. 42, 17475 Greifswald Foto: privat Rakan Hamad, M.Sc. Poliklinik für Kinderzahnheilkunde ZZMK Universitätsmedizin Greifswald Walther-Rathenau-Str. 42, 17475 Greifswald Foto: privat Dr. med. dent. Ahmad Al Masri, M.Sc. Poliklinik für Kinderzahnheilkunde und Poliklinik für Kieferorthopädie, ZZMK Universitätsmedizin Greifswald Walther-Rathenau-Str. 42, 17475 Greifswald Foto: privat Dr. med. Dr. med. dent. Elisabeth Goetze, FEBOMFS Oberärztin Klinik und Poliklinik für Mund-KieferGesichtschirurgie / Plastische Operationen, Universitätsmedizin Greifswald Fleischmannstr. 10, 17475 Greifswald Foto: MKG, UK Erlangen Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Andrea Rau, FEBOMFS, MHBA Direktorin der Klinik und Poliklinik für Mund-KieferGesichtschirurgie / Plastische Operationen, Universitätsmedizin Greifswald Fleischmannstr. 10, 17475 Greifswald Foto: Universität Greifswald

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