22 | ZAHNMEDIZIN AUS DER WISSENSCHAFT Wie gut erkennen MRT und DVT parodontale Läsionen und die Entzündungslast? Søren Jepsen Verschiedene deutsche Zentren arbeiten seit einigen Jahren daran, die Magnetresonanztomografie (MRT) für die parodontale Diagnostik nutzbar zu machen. Eine Studie aus Heidelberg hat bei parodontal erkrankten Patienten die MRT-Diagnostik zur Detektion parodontaler Läsionen und den Zusammenhang zwischen den bildgebenden Befunden und den klinischen Parametern der parodontalen Entzündung untersucht. Auf der europäischen Konsensuskonferenz zur parodontalen Diagnostik 2024 wurde auch der aktuelle Stand zu Verfahren der 2Dund 3D-Bildgebung bewertet [Herrera et al., 2025]. Aufgrund der ionisierenden Strahlung und von Kosten-NutzenÜberlegungen wird die routinemäßige Anwendung der digitalen Volumentomografie (DVT) zur parodontalen Diagnostik nicht empfohlen. Unter bestimmten Umständen liefert die DVT-Bildgebung jedoch klinisch relevante zusätzliche Details zur 2DRöntgenbildgebung, was der Diagnose, Abb. 1: Parodontitisbefunde zweier Patienten, jeweils im DVT und in der Dental-MRT: Im ersten Fall zeigen MRT und DVT eine vergleichbare knöcherne Läsionsgröße (Pfeile). Beim zweiten Fall zeigt sich ein deutlich größerer Befund in der MRT als im DVT (Pfeilspitzen). Dieses Mehr an Läsionsvolumen beziehungsweise Knochenödem korreliert mit den klinischen Zeichen der Entzündung, so dass das Knochenödem in der Dental-MRT einem nicht-invasiven Biomarker für die Entzündungsaktivität entsprechen könnte. Foto: Tim Hilgenfeld zm116 Nr. 19, 01.10.2026, (1456) ZM-LESERSERVICE Die Literaturliste kann auf www.zm-online.de abgerufen oder in der Redaktion angefordert werden.
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