Foto: Dennis – stock.adobe.com, Jodi Foster /Youtube /Chester Zoo EIN BILD UND SEINE GESCHICHTE zm116 Nr. 19, 01.10.2026, (1442) 8 | GESELLSCHAFT Nur wenige Monate nach ihrer OP ist Jodie Foster wohlauf. Die 50 Kilogramm schwere Python aus dem Zoo in Chester, Großbritannien, ist die erste Schlange der Welt, die eine an sie angepasste Elektrochemotherapie erhalten hat, wie sie sonst nur bei Menschen durchgeführt wird – und dadurch eine kleine Berühmtheit geworden. Jodie hatte ein Fibrosarkom im Unterkiefer, das nach einer ersten OP rezidivierte. „Als der Tumor zurückkam und anfing, einen Teil ihres Kieferknochens zu zerstören, wussten wir, dass eine weitere Operation wahrscheinlich nicht ausreichen würde“, berichtet ZooVeterinär Ian Ashpole. Darum arbeitete er mit Krebsspezialisten der Universität Liverpool zusammen. Zunächst entfernte Ashpole den Tumor und führte eine Hämo-Mandibulektomie durch. Danach kam die Elektrochemotherapie. Die Behandlung kombiniert das Präparat Bleomycin mit elektrischen Impulsen, die direkt an die Tumorstelle geleitet werden. Die Pulse machen Krebszellen vorübergehend durchlässiger, so dass das Medikament effektiver wirkt und niedrigere Dosen bei der Therapie angesetzt werden können. Obwohl sie einen Teil ihres Kieferknochens verlor, sind Jodies Appetit und Jagdfähigkeiten nicht beeinträchtigt, teilte der Zoo Ende August mit. Man habe beobachtet, dass sie trotz der OP weiterhin ohne Schwierigkeiten sogar größere Beute töten, mit dem Maul greifen und an einem Stück verschlingen kann. Die Benennung nach der US-Schauspielerin verdankt die Schlange übrigens einem Running Gag unter den Pflegern. Als das Tier vor vielen Jahren in Chester ankam, fühlten sich einige bei dem tiermedizinischen Standard-Kürzel „JF“ (juvenil feminin) in den Papieren an die Oscar-Preisträgerin erinnert. mg
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