Zahnaerztliche Mitteilungen Nr. 20

ZAHNMEDIZIN | 49 Besonders eindrücklich waren Daten, bei denen trotz mehr Plaque weniger gingivale Entzündung auftrat, wenn sich Lebensstil und Ernährung veränderten. Wölbers Fazit: „Die Parodontitistherapie sollte die Biofilmkontrolle und die Mundhygiene beibehalten, aber stärker auch die Ernährung und andere Lebensstilfaktoren einbeziehen.“ Fehler beginnen oft schon bei der Diagnostik Dr. Christoph Zirkel stellte den endodontischen Misserfolg und die Fehlervermeidung in den Mittelpunkt seines Vortrags. Entscheidend sei die Diagnostik: Röntgenbilder könnten täuschen, denn pathologische Veränderungen würden dort teilweise erst spät sichtbar. Entsprechend müsse man sich Zeit nehmen, den klinischen Befund und die Bildgebung zusammenzuführen, und bei Unklarheiten ein DVT heranziehen. Anhand mehrerer Fälle zeigte er, wie eine falsche Diagnose dazu führen kann, dass vitale oder nicht ursächliche Zähne endodontisch behandelt werden. Ziel der Wurzelkanalbehandlung sei es, die Zahl der Bakterien unter die Schwelle zu senken, ab der der Körper mit einer Immunreaktion und Knochenabbau reagiert. Da diese Schwelle individuell unterschiedlich sei und sich im Laufe des Lebens verändern könne, plädierte Zirkel für eine möglichst konsequente „Maximaltherapie“. Auch bei der Zugangskavität warnte er vor übertriebener Minimalinvasivität: Der Zugang müsse so groß sein, dass alle Kanaleingänge sicher gefunden und ein möglichst geradliniger Zugang geschaffen werden könnten. Wichtig sei außerdem, den apikalen Bereich durchgängig zu halten, ohne überzuinstrumentieren, damit infizierte Dentinspäne den letzten Kanalabschnitt nicht verblocken. Welches maschinelle Aufbereitungssystem verwendet wird, sei dagegen weniger entscheidend als eine nachvollziehbare Präparation und die passende apikale Geometrie. Besonderes Augenmerk legte er auf die chemische Desinfektion, da mit der mechanischen Aufbereitung nur ein Teil der Wurzelkanaloberfläche erreicht werde. NaOCl müsse in ausreichender Menge und immer wieder frisch in den Kanal eingebracht werden; EDTA diene anschließend der Entfernung der Schmierschicht. Gerade komplexe Ausgangssituationen zeigten, welches Regenerationspotenzial der Körper hat, wenn die bakterielle Ursache konsequent reduziert wird. nl 009187 06.26 CanalProCalciSeal Bioaktiver biokeramischer Wurzelkanal-Sealer auf Calcium-Silikat-Basis coltene.com Zur Produktseite ▼ Warum CanalPro CalciSeal? 1 Hoher pH-Wert für antimikrobiellen Schutz 2 Einfache, saubere Anwendung mit Fertigspritze 3 Flexibler, zuverlässiger Sealer mit bioaktiver Calcium-Silikat Formel NEU

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