EDITORIAL | 3 Man muss auch mal loben können fer- und Gesichtschirurgie. Sie verknüpfen zusammen mit DVT-/CT-Daten das im Körperinneren am Knochen stattfindende chirurgische Geschehen mit den äußeren Strukturen von Zähnen und Gesicht. Der Beitrag gibt einen Einblick in die mit dem Intraoralscanner verbundenen therapeutischen Möglichkeiten. Dass es grundsätzlich keine gute Idee ist, einen Pürierstab abzulecken, der noch an den Strom angeschlossen ist, musste eine junge Frau lernen, die sich in der Notaufnahme mit multiplen blutenden Schnittverletzungen der Zunge vorstellte. Unser Fall veranschaulicht die wesentlichen Aspekte der initialen Diagnostik, der Wundversorgung und der Nachsorge traumatischer Zungenverletzungen. Daneben berichten wir in dieser Ausgabe über das junge deutsch-tansanische Projekt „Dentoglobal“. Ziel ist es, vor Ort zu helfen und gleichzeitig zahnmedizinischen Nachwuchs auszubilden. Ziel des Vermittlungsprogramms ist eine zahnmedizinische Versorgung auf Augenhöhe. Viel Spaß bei der Lektüre Sascha Rudat Chefredakteur In meinem letzten Editorial hatte ich mich darüber ausgelassen, dass es in der großen Koalition wieder Streit um die Einführung einer Zuckergetränkesteuer gab. Union und SPD kamen erneut nicht auf einen Nenner. Doch zwischenzeitlich ist weißer Rauch aufgestiegen und man hat sich auf einen Kompromiss verständigt. Statt der drei zwischenzeitlich von Finanzminister Lars Klingbeil vorgeschlagenen Steuerstufen soll es jetzt zwei geben. Die geplante Steuer soll für Limonaden, gesüßte Fruchtschorlen, Eistees, Energydrinks, Fruchtnektar oder Saftkonzentrate mit Zuckerzusatz gelten. Nicht betroffen sein sollen alkoholhaltige Getränke sowie Milchmischgetränke und Milchalternativen wie Hafer- und Reisdrinks. Am 1. Juli nächsten Jahres soll die neue Abgabe in Kraft treten. Es ist erfreulich, wenn man nicht immer kritisieren muss, sondern auch mal loben kann. Damit hat die Regierung endlich ein sinnvolles Projekt auf die Schiene gesetzt. Nicht unerwähnt bleiben sollte allerdings, dass noch auf den letzten Metern eine Gruppe von Unions-Agrar und -Verbraucherschutzministerinnen und -ministern mittels eines Briefes an Kanzler Merz versucht hat, die Steuer zu stoppen. Eine Zuckersteuer bedeute staatliche Lenkung und zusätzliche Belastungen für Verbraucher, hieß es in dem Schreiben. Zudem warnten die Minister vor wirtschaftlichen Folgen für die Landwirtschaft. Angesichts steigender Kosten für Dünger und Diesel seien sinkende Erlöse durch einen Eingriff in den Zuckermarkt nicht vermittelbar. Das muss man sich mal gedanklich auf der Zunge zergehen lassen: Der kleine Kevin soll also nach der Vorstellung einiger Unionsminister möglichst viel zuckerhaltige Plörre in sich hineinkippen, damit die Bauern ihren Dünger und ihr Diesel für den Traktor bezahlen können – leicht überspitzt formuliert. Manchmal kommt man aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus. Wenn die Wirklichkeit mal wieder zur Satire wird. Sie als Arbeitgeberin oder Arbeitgeber meinen, ein Bewerbungsgespräch zu führen, sei ganz einfach? Man kann natürlich gänzlich unvorbereitet in solch ein Gespräch gehen, aber wie es mit der einer guten Struktur besser geht, zeigt unsere Expertin in der Titelgeschichte dieser Ausgabe. Mit der richtigen Vorbereitung, einer guten Gesprächsführung, den passenden Fragen und in einer guten Atmosphäre, haben Sie die Sicherheit, den oder die am besten geeigneten Kandidaten oder Kandidatin auszuwählen. Außerdem setzen wir unsere Fortbildung zum Thema Intraoralscanner fort. In diesem Heft zeigen wir, wie der mobile Einsatz eines Intraoralscanners die totalprothetische Versorgung signifikant vereinfachen werden kann. Ein Beitrag erklärt, wie die digitale Datengewinnung im mobilen Setting standardisiert und erfolgreich eingesetzt werden kann. Der zweite Beitrag in diesem Heft beschäftigt sich mit Intraoralscannern in der Oralchirurgie und der Mund-, KieFoto: Lopata/axentis
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