POLITIK | 49 absolviert eine dreimonatige militärische Grundausbildung und studiert anschließend regulär an einer zivilen deutschen Universität. Wie groß ist das Interesse und welche Voraussetzungen sollten die Bewerber mitbringen? Das Interesse ist groß, die Studienplätze sind sehr begehrt. Bei der Vorauswahl spielen auch die Abiturnote beziehungsweise die schulischen Leistungen zum Bewerbungszeitpunkt eine Rolle. Im weiteren Auswahlverfahren wird neben der Studieneignung die Motivation erfragt, Soldatin oder Soldat zu werden, und die Eignung für denOffizierberuf ermittelt. Die Bewerberinnen und Bewerber müssen selbstverständlich auch zum Grundgesetz und zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung stehen und über eine ausreichende körperliche Fitness verfügen. Ein weiteres entscheidendes Kriterium ist die gesundheitliche Eignung zum Wehrdienst. Wie geht es dann weiter? Schon während des Studiums erhalten die SanOA ein Gehalt, das ihrem Dienstgrad entspricht. Sie starten als Sanitätssoldat und werden in Abhängigkeit vom Fortschritt im Studium (bestandenes Physikum) und Absolvierung des Offizierlehrgangs Teil 1 nach drei Jahren zum Leutnant befördert. Das Studium der Zahnmedizin dauert rund elf Semester; wir erwarten einen regelhaften Studienfortschritt. In den Semesterferien gilt es unter anderem, mindestens einmal im Kalenderjahr die zuvor genannten individuellen militärischen Grundfertigkeiten zu trainieren und nachzuweisen. Nach erfolgreichem Studienabschluss erhalten angehende Zahnärzte ihre Approbation und werden damit automatisch zum Stabsarzt befördert. Danach folgt eine 18-monatige Professionalisierungsphase, die der Assistenzzeit in niedergelassenen Praxen entspricht. Anschließend arbeiten die SanOffz Zahnärzte in einer von 150 Behandlungseinrichtungen der Bundeswehr, die bundesweit in den meisten Kasernen sowie an den fünf Bundeswehrkrankenhäusern stationiert sind. Wie lange sind Zahnärzte im Schnitt bei der Bundeswehr tätig? Nach dem Studium sind die SanOffz Zahnärzte mindestens bis zum Ende ihrer Verpflichtungszeit und somit etwa 11,5 Jahre bei der Bundeswehr tätig. Etwa zwei Drittel verlassen die Bundeswehr nach Ablauf ihrer Verpflichtungszeit von 17 Jahren. In Abhängigkeit von freien Dienstposten ist es möglich, die Verpflichtungszeit zu verlängern. Außerdem übernimmt die Bundeswehr jährlich bis zu sieben SanOffz Lücken im Kalender? Fallen jetzt aus! Lücken im Kalender? Fallen jetzt aus! Automatische Terminbenachrichtigungen an alle Patient:innen Automatische Recalls mit Buchungstracking Digitale Nachrückerliste KI-Sprechstundenassistent jetzt kostenlos testen!
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