18 | POLITIK KZBV-FRÜHJAHRSFEST IN BERLIN Aller Tage Abend verlangt ein besseres Ergebnis! Beim Frühjahrsfest am 5. Mai in Berlin pochten die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) auf Änderungen am Entwurf des Sparpakets für die Gesetzliche Krankenversicherung. Vor allem dem geplanten Fachzahnarzt-Vorbehalt in der Kieferorthopädie erteilt die Zahnärzteschaft eine Abfuhr. Das deutsche Gesundheitswesen stehe vor signifikanten Herausforderungen, stellte der KZBVVorstandsvorsitzende Martin Hendges fest. Allen sei bewusst, dass die prognostizierten Defizite der GKV, die steigenden Zusatzbeiträge und der demografische Wandel grundlegende Reformen notwendig machten. Die KZBV habe der Finanzkommission Gesundheit (FKG) daher Vorschläge unterbreitet, die auch in Teilen aufgegriffenwordenseien. Dem aktuellen Regierungsentwurf des Beitragssatzstabilisierungsgesetzes erteilte der KZBV-Chef indes schlechte Noten. Die Zahnärzteschaft ärgere massiv, dass die großen Erfolge der Prävention in der Zahnmedizin dort nicht gewürdigt würden. „Ganz im Gegenteil sollen wir erneut mit den bekannten Kostendämpfungsmaßnahmen überzogen werden“, kritisierte Hendges. Diese gingen sogar weit über das hinaus, was die Zahnärzteschaft mit dem GKV-Finanzstabilisierungsgesetz der Ampelregierung hinnehmen musste. Hendges: „Existenzen werden aufs Spiel gesetzt“ Allein die geplanten Abschläge von einem Prozentpunkt auf die Grundlohnrate in den Jahren 2027 bis 2029 führten zu den im FKG-Bericht errechneten Sparbeträgen. Die synchrone Anbindung an die Menge gehe weit über den Vorschlag der FKG hinaus. „Hier muss dringend nachgebessert werden, will man die negativen Folgen für die Patientenversorgung verhindern“, forderte Hendges. Auf Änderungen pochte er insbesondere bei den im Gesetzentwurf geplanten zm116 Nr. 11, 01.06.2026, (876) KZBV-Vorstandsvorsitzender Martin Hendges: „Es ärgert uns, dass die Erfolge in der Prävention in der aktuellen Fassung des Gesetzentwurfs keine Würdigung erfahren.“
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